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Wir versuchen, so gut es geht, Müll zu vermeiden. Das geht beim Einkaufen los – ich verstehe ja bis heute nicht, wozu man sechs Äpfel auf eine Styropor-Assiette packt und in Folie einschrumpft. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, kaufen wir nichts in Kunststoff-Verpackungen. Es gibt oft genug eine Alternative: Prominentestes Beispiel ist dabei vielleicht Milch, die kann man auch einfach in der Mehrweg-Glasflasche kaufen. Kunststoffmüll fällt trotzdem noch genug an, alle zehn Tage ist der 15 L-Eimer voll. Und Pappe! Man macht sich kein Bild davon!

Darum solls aber gar nicht direkt gehen. Da wir recht viel aus frischen Zutaten kochen und rohes Obst und Gemüse essen, fällt eine Menge Schäl-Abfall an. Was man da immer so alles wegschmeißt! Aber ist das wirklich gleich alles Müll? Beim Rezepte suchen bin ich über Ihn hier gestolpert: Daniel von Let it Cook Sein Vorschlag: Gemüse”abfälle” auskochen und zu Brühe verarbeiten: “das ist alles Geschmack!!”. Recht hat er.Gemüseschäler in der Dose für die nächste BrüheDie Woche über sammel ich Gemüseschäler in einer Dose im Kühlschrank. Beim nächsten Kochen steht einfach ein weiterer kleiner Topf auf dem Herd: Gemüsebrühe. Im Tiefkühler hält die sich.

Eine andere Art des Müllvermeidens ist das typische Männereinkaufen: Die gut sortierte Einkaufsliste wird runtergerattert. Profis haben alles in der Reihenfolge des Weges durch den Supermarkt drauf stehen. Der Blick geht kaum nach links und rechts, man kommt eigentlich nicht in Versuchung, irgendetwas extra mitzunehmen. Naja fast. Heute war’s ein Blumenkohl – paniert ist sowas doch einfach nur geil. Hätte ich mal besser richtig hingeguckt, statt schon beim Essen zu schwelgen:Genau. Da liegen 1270 g Blätter und ein miniwinziger 550 g-Blumenkohl. Niedlich.

Zutaten
Grün vom Blumenkohl
Gemüsebrühe
1 große Kartoffel
Salz, Pfeffer
Creme Fresh
Und jetzt? Einfach das ganze Grün wegschmeißen? Natürlich nicht! Denn auch aus den Blättern kann man eine leckere Blumenkohlsuppe zaubern! Das klein geschnippelte Grün wird mit einer gewürfelten Kartoffel (Sämigkeit) in leicht gesalzenem Wasser weich gekocht.Blumenkohlblätter im KochtopfDas Wasser muss das Grün nur gerade bedecken. Wenn es weich gekocht ist, was bei Blumenkohlblättern durchaus über eine dreiviertel Stunde dauern kann, wird das Wasser abgegossen und aufgefangen! Beim Durchpürrieren wird solange wieder das Wasser zugeben, dass eine schön sämige Suppe entsteht. Verfeinern kann man die Suppe mit Creme Fresh.angerichtete Blumenkohlsuppe mit Croutons

(swg)

Wenn’s mal schnell gehen muss, gibt’s bei uns Pizza! (Oder vielleicht Flammkuchen.) Gleich an erster Stelle steht bei uns die Variante mit Brokkoli und Sauce Hollandaise. Natürlich verwenden wir nicht die Pampe aus dem Tetrapack, dazu ist die Sauce viel zu einfach selbst zu machen.

Zuallererst gilt es, eine standfeste Sauce zu fabrizieren: Zwei Eigelb tragen locker ein Stück Butter und etwas Zitronensaft – weißen Pfeffer und Salz nicht vergessen. Das Stück Butter schmelze ich in der Mikrowelle. Das Klären der Butter erspare ich mir, ich sehe keinen Vorteil. Damit eine Hollandaise stehen bleibt, müssen die Eigelb gründlichst im Wasserbad aufgeschlagen werden. Der elektrische Schneebesen sollte auf höchster Stufe so lange arbeiten, bis feinporigster Eigelb-Schaum ohne sichtbare Blasen entstanden ist. Achtet gut auf die Temperatur vom Wasserbad! Wenn’s Eigelb anfängt zu gerinnen, ist eigentlich schon alles verloren. Jetzt kommt schluckweise die Butter unter ständigem Schlagen dazu.Sauce Hollandaise im Wasserbad schlagenAm Ende noch weißen Pfeffer und Salz reinrieseln: fertig.

Den Brokkoli schneiden wir klein und blanchieren ihn.Brokkoli blanchierenDie Hollandaise wird auf dem Pizzaboden verteilt, der Brokkoli verstreut und natürlich kommt da richtig Käse drüber! Nur 15 min später ist es lecker!fertige Pizza Hollandaisefertige Pizza HollandaiseMahlzeit!

(swg)

Ein herrlicher Anblick, oder? Und so lecker ist die Torte auch!Haselnuss-Giotto-TorteMaria hat sie sich zum Geburtstag gewünscht, soll sie sie auch bekommen.

Zutaten
Für den Biskuit
3  Eier
100 g Zucker
3 Pck. Vanillezucker
1 Priese Salz
50 g Mehl
50 g Speisestärke
½ TL Backpulver
100 g gemahlene Haselnüsse
 
für die Füllung
weiße Sofort-Gelatine
   (equivalent 6 Blatt)

1 Dose halbe Pfirsiche
   (470 g Abtropfgewicht)

250 g Mascarpone
2 EL Zitronensaft
4 Pck. Giotto
 
Überzug
50 g gehackte Haselnüsse
400 ml Schlagsahne
4 EL Puderzucker
2 Pck Sahnesteif
Für den Biskuitboden werden die Eier getrennt und das Eiweiß mit drei Esslöffeln Wasser steif geschlagen. Dazu kommen 100 g Zucker, Vanillezucker und die Priese Salz. Nacheinander sind die Eigelb zum Schluss noch unterzuschlagen. Mehl, Stärke und Backpulver werden gemischt & gesiebt und mit den gemahlenen Haselnüssen vorsichtig unter die Masse gezogen. Damit sich der Biskuitboden nach dem Backen sauber aus der Form lösen lässt, sollte die Springform (Ø 26 cm) mit Backpapier ausgelegt sein. Im vorgeheizten Backofen braucht der Boden bei 175°C ca. 25 Minuten. Nach dem Abkühlen wird der Boden einmal quer durchgeschnitten.
 
Die untere Hälfte des Biskuitbodens habe ich umgedreht auf eine Tortenplatte gelegt, damit der Boden nicht so schnell durchweicht. Drumrum kommt ein Tortenring.

Von den Pfirsichen müssen zwei Hälften beiseite gelegt werden, der Rest wird fein püriert. Die Gelatine löst sich in etwas Pfirsichsaft, zusammen mit dem restlichen Zucker, dem Zitronensaft und Mascarpone wird alles mit dem Pfirsich-Mus gemischt. Die ganze Creme kommt auf den Tortenboden. Bis auf zwölf Stück werden alle Giotto in die Creme gedrückt, mit dem zweiten halben Boden wird die Creme abgedeckt. Nun muss die Torte im Kühlschrank durchkühlen.

Die Sahne wird mit Sahnesteif und dem Puderzucker steif geschlagen und über die gesamte Torte gezogen. Mit den gehackten Haselnüssen wird der Tortenrand verziert, die Haselnüsse kann man dafür rösten, muss man aber nicht. Aus den zwei Pfirsichhälften werden zwölf Spalten geschnitten und die Torte belegt – natürlich die Giotto nicht vergessen.

Es ist alles viel simpler, als vermutet. Ich war jedenfalls überrascht, wie schnell die Torte fertig war.

(swg)

Keine so komplizierte Sache, so ein Rührkuchen, möchte man meinen. Damit ein Rührkuchen gelingt, muss die Konsistenz des Rohteiges gut stimmen, andernfalls erhält man einen ungenießbaren Klotz. Außerdem braucht man für ein angenehmes Mundgefühl auch das richtige Verhältnis aus Mehl und Fett. Bei mir hat folgende Zusammenstellung sehr gut funktioniert, das Ergebnis ist angenehm fluffig und weder trocken, noch fettig. Und wahrscheinlich hat Anfängerglück mit meinem neuen Ofen auch eine Rolle gespielt ;)

Zutaten
250 g Butter
250 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
5  Ei(er)
500 g Mehl
1 Pck. Backpulver
¼ Liter Milch
Fett und Semmelbrösel für die Form
Puderzucker oder
Kuvertüre
Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben, insbesondere die Butter brauchen wir sehr weich. Die Eier werden versprudelt und anschließend mit dem Zucker/Vanillezucker ordentlich schaumig geschlagen. Dazu kommt die Butter Flöckchen für Flöckchen, bis eine schön homogene Masse entsteht und keine Butterklümpchen mehr zu sehen sind. Mehl und Backpulver werden in die Masse gesiebt und verrührt, immer im Wechsel mit der Milch, ohne das der Teig zu fest oder zu dünnflüssig wird.

Gebacken hab ich den Kuchen in einer flachen Springform mit Guglhupf-Einsatz bei 180°C 4D-Umluft und leichter Dampfzugabe für 50 min. Kürzer geht wahrscheinlich auch, muss das Stäbchen Euch zeigen.Einfacher Rührkuchen frisch aus dem Ofen Wohl bekomms.

(swg)