Archives for posts with tag: Mika

Heute ist langer Freitag für mich. Nicht, dass ich diese Woche meine Stunden deswegen schaffen würde. Aber der Wille war da. Außerdem hab ich noch eine Kleinanzeigen-Abholung, aber erst um sieben. Bzw. wenn er sich meldet … Seine Nachricht kommt schon um fünf, er wär‘ jetzt zu Hause. Und Maria fragt dreiviertel sechs, wann ich denn käme; Mika hätte gefragt. Ach egal. Am späten Freitag Nachmittag reißt man auf Arbeit eh nichts mehr. Nach dem kurzen Kleinanzeigen-Abstecher bin ich halb sechs zu Hause. Und Mika hat schon ungeduldig gewartet, er will unbedingt was zeigen.

Mika musste wohl nochmal ‚ausgelüftet‘ werden – wegen Unausstehlichkeit. Das Fahrrad wäre mal wieder einen Versuch wert, hat Maria gedacht; Vielleicht passt er jetzt endlich drauf. Ein bisschen hat er Laufrad damit gespielt, ist im Hof Runden gefahren, dann hat er die Pedale verlangt. Weil: Er kann das jetzt mit dem Fahrrad fahren!! Vorm Haus, in der Feuerwehrzufahrt, ist mehr Platz. Kurz hat Maria ihn noch angeschoben, dann wollte er losgelassen werden. Und dann ist er einfach gefahren. Er kann das jetzt mit dem Fahrrad fahren.

Das sieht einfach nur mega aus. Er ist nur geradeso groß genug, um mit den Füßen auf den Boden zu reichen, an jeder leichten Steigung scheitert er. Aber er fährt! Das Early Rider 14″ ist schon das kleinste Fahrrad mit der kürzest möglichen Innenbeinlänge von nur 37 cm. Bei allen anderen sind es noch zwei Zentimeter mehr. Geometrisch ist das bei seiner Größe nicht optimal, ein bisschen hockt Mika da, wie der Affe auf dem Schleifstein.

Ich freu mich, ADFC-Nachwuchs! Am 20. September ist jedenfalls KidicalMass in Dresden, da sind wir auf jeden Fall am Start!

(swg)

Vor einer halben Stunde wollte ich schon angefangen haben, den Blumenkohl zu panieren. Leider hat die Schuleinführung gestern, und die anschließende Geburtstagsfeier meiner Nichte so reingehauen, dass aus meiner halben Stunde Vor-Mittagsschlaf 1½ Stunden geworden sind. Egal. Jannika und Mika spielen friedlich im Kinderzimmer. Maria ist mit Alina in Radeberg, Omas altes Fahrrad holen; Ein Kollege interessiert sich dafür. Zeit, Mittagessen zu machen; Es ist schon dreiviertel zwölf.

Eilig schnippel und paniere ich den Blumenkohl, Maria müsste ja bald zurück sein. Ich überlege, dass ich eigentlich mit den Bratkartoffeln hätte anfangen müssen – die dauern länger – stelle dann aber fest: Gibt gar keine Kartoffeln mehr. Paniere ich halt den Rest Süßkartoffel mit, irgendwie wird es schon für ein Mittag reichen. Mika kommt angetrottet, will beim kochen helfen. Meinetwegen; Die panierten Blumenkohlröschen kann er gerne in den Topf schmeißen. Oder den Deckel vom Warmhalter-Topf lüpfen, wenn ich ein fertiges Röschen da hinein buchsieren will. Offenbar macht ihn das hungrig – welch selten Phänomen! Er setzt sich an den Balkontisch vorm Küchenfenster und verlangt nach einem Teller und ’ner Gabel. Ich paniere fleißig weiter.

Nach der Hälfte seines Tellers voll Blumenkohls fällt ihm auf: »Schmeckt nich!« »Was willst Du denn dann?!« »Nudeln!!« Was frag ich Depp auch. Ist ja kein Beinbruch, eine kleine Portion setz ich an, den Rest kriegt er abends. »Papaaa?!« »Ja?« »Wie lange’n noch?« »Noch zehn Minuten.« Ich hab die glutenfreien Nudeln gemacht, die brauchen immer etwas länger, so 13 bis 14 Minuten. Dann kann Alina da auch was von essen, wenn sie möchte. Erfahrungsgemäß mach‘ ich sowieso immer zu viel, egal wie sehr ich mich mühe.

»Papaaa?!« »Ja?« »Wie lange’n noch?« »Noch fünf Minuten.« Die Süßkartoffelwürfel sind auch fertig paniert und zischen in der heißen Butter im großen Topf. Der Herd piept, die Nudeln sind fertig. Abgießen schaffe ich mit dem kleinen Topf ohne Sieb nur mit schmalem Spalt am Deckel. »Mika. Deine Nudeln sind fertig …«Mika, eingeschlafen auf der Balkon-Bank. Verpasste seine NudelnAch, egal. Bisschen was hat er gegessen und mir bleibt das Einschlafgewurschtel im Schlafzimmer erspart.

(swg)

In der Hoffnung, das Mika inzwischen groß genug ist, hab‘ ich das rote Puky-12″-Laufrad aus dem Keller geholt. Luft hat gefehlt, das ist leicht behoben, und ein bisschen schmutzig ist es, aber darum kümmer‘ ich mich später. Eigentlich hatten wir das Ding verkauft, als Jannika Fahrrad fahren konnte. Aber es ist von selbst zu uns zurück gekehrt. Die Nachbarn sind neu eingezogen mit zwei Kindern; Deren Tochter fuhr ein rotes Puky. Beim näheren betrachten fielen mir Details von Reparaturen ins Auge; Reparaturen, wie ich sie gemacht hatte. Es war unser altes Laufrad! Wir haben es von den Nachbarn zurück bekommen, als ihre Tochter zu groß dafür wurde. Jetzt probieren wir, wie Mika es findet.

Der Junge ist schon wieder total überdreht und braucht noch Auslauf, muss nach draußen. Alina kommt mit. Vorm Haus gucken wir mal, wie Mika mit dem doch viel schwereren Ding zurecht kommt. Zu optimistisch hatte ich den Sattel ein paar Zentimeter hoch gestellt. Der muss aber doch ganz runter. Naja, und dann ist er los geflitzt. »Ob er damit wohl schneller ist?« hat Alina gefragt.zu spät auf den Auslöser gedrückt, Mika ist auf dem Laufrad schon vorbei geflitzt.Ich glaub schon; wirklich Schwierigkeiten hat Mika jedenfalls nicht. Enthusiastisch rast er in der Zufahrt immer wieder die Rampe runter; Auch wenn er teils ganz schön schlingert, auf die Nase fliegt er nicht. Das freie Brett findet er super, die Tasche ist nicht im Weg und er kann die Füße hoch stellen.Mika auf dem großen LaufradGehen wir mal eine Runde durch den Volkspark. Auch dort: Füße hoch und rollen lassen, auch über den Wiesenhang, egal, wie sehr es rüttelt und schüttelt … Die neu gebauten Häuser der WGS haben einen kleinen Spielplatz, den man vom Volkspark aus sehen kann. Mit halsbrecherischer Geschwindigkeit rast Mika die Wege runter, immer schön die Füße auf dem Brett. Die Illusion einer Trommelbremse am Puky hilft beim Anhalten gar nich. Mika benutzt sie eh nicht, weiß gar nicht, wofür der Hebel ist (der tut ja nix). Aber er kriegt’s Laufrad immer mit den Füßen zum stehen, weswegen ich mir auch keine Sorgen mach, dass er vorne auf die Straße geraten könnte.

Die Abendsonne wärmt kaum, es geht zum Glück kein Wind und man kann es aushalten, auf dem Spielplatz.leiner Spielplatz unterhalb des VolksparksIch hab nur irgendwie die falschen Schuhe an und ständig Kieselsteine in den Sandalen. Mit den Eimern an den Ketten schaufelt Mika fröhlich Kies aufs Klettergerüst und lässt ihn durch Rohre rieseln. Ein herumliegender Ball muss auch immer wieder runter. So viel Spaß.

Der Frühling ist noch nicht so richtig ausgebrochen, es grünt nur zaghaft. Wie jedes Jahr stehen dafür schon die Magnolien in voller Blütenpracht.blühende Magnolieweiß-rosa Blüten einer Magnolieweiß-rosa Blüten einer MagnolieIch hätte sehr gerne eine in den Hof bei uns gesetzt. Die Nörgel-Rentner halten mich davon ab; ich hab nicht mal Lust zu fragen. Gerade habe ich den Verwaltungsbeirat abgegeben; Es ist zu absurd, was man sich da anhören muss. »Macht dor eiern Drägg alleene.«

(swg)