Archives for category: …Eltern sein dagegen sehr

Mikas Wochenrückblicke

7.2.2024

Die Gewichtsstagnation scheint gebrochen, Mika nimmt wieder zu. Mein Arm hat mich nicht getäuscht und auch die Waage sagt jetzt 7,9 kg. Letzte Woche bei der U6 waren es noch 7,6 kg. Nun gut, das ist ja beruhigend. Essen klappt jetzt auch wieder deutlich besser; Abseits vom Milch trinken langt er auch am Tisch kräftiger zu, verputzt wieder Wiener und Bananen, Schnittchen mit Aufstrich und Käse ohne das Brot. In der Retrospektive könnte es sein, dass ihn die (sehr wahrscheinliche) Corona-Infektion deutlich stärker mitgenommen hat, als uns klar war. Fast zwei Monate ging sein latenter wenn auch nicht sehr schlimmer Husten einfach nicht weg. Jetzt ist er vorbei, wie uns heute aufgefallen ist.

Was sich auch geändert hat ist sein Schlafverhalten. Inzwischen schafft er es ab und an wieder zwei Schläfchen – eins vormittags und eins nachmittags – einzulegen. Oft genug kämpft er vehement gegens Einschlafen, als ob es weh täte. Er gewinnt auch hin und wieder und hängt bis zum Abend schon deutlich durch. Manchmal kann er aber auch einfach nur loslassen.Genauso unterschiedlich ist, wie lange: Von einer halben Stunde bis ganze drei ist alles dabei. Das ist natürlich am Nachmittag auch nicht so gewollt, weil der Kerl dann schlicht abends nicht mehr einschläft.

11.2.2024

Von meinem Bruder hat Mika ein niedliches Picknick-Set aus Holz geschenkt bekommen. Ganz besonders toll ist der Karton, in den kann man sich nämlich setzen.Seit ein paar Tagen versucht sich Mika doch wieder am Laufen. Am meisten freut ihn wohl dabei, dass wir uns so darüber freuen. Er watschelt noch ziemlich breitbeinig herum, dass aber mit wachsender Begeisterung. Ein bisschen hat man den Eindruck, er vergisst einfach, dass er noch gar nicht richtig laufen kann und tut es dann quasi versehentlich. Zum Beispiel wenn er vom Couchtisch losläuft, um zu gucken, was die Wüstenrennmäuse gerade treiben.

Die Mäuse sind gerade seine große Faszination. Besonders wenn die Schiebetür am Terrarium offen ist drängelt er sich mit aller Macht vor. Wenn die Mäuse dann an seinen Fingern schnüffeln kitzelt in das; Er gickert und kichert in einem fort. Wir müssen nur wirklich wirklich aufpassen, dass er nicht nach einer Maus grabscht.

12.2.2024

Beim Kinderarzt spielt Mika ganz vertieft mit dem Parkhaus. Er versucht herauszufinden, wie das mit den Autos funktioniert.Irgendwann findet er einen kleinen Ball, lässt ihn fallen und freut sich, wie er auf den Boden dotzt. Leider rollt er ihm unter die Couch, er krabbelt flugs hinterher. Es sieht immer wahnsinnig niedlich aus, wenn er auf dem Bauch liegend nach etwas angelt. Nun hat er den Ball in der Hand und er stellt fest, dass man damit sehr schlecht krabbeln kann. Maria stellt ihn auf die Füße und dann sieht man förmlich das Begreifen, wozu das Laufen gut sein könnte. Breit grinsend watschelt er los, zurück zum Parkhaus.

Oh, und noch ein Erfolg: Mika trinkt selbständig aus dem Becher! Mit großer Begeisterung, Spaß und (manchmal zu) viel Schwung.Das Waschen ersetzt es am Ende des Abendbrotes nicht ganz.

(swg)

Mikas Wochenrückblicke

3.2.2024

Es ist nicht zu fassen. Wir sind endlich mal etwas zeitiger im Bett. Wer wach ist: Mika. Naja wach ist übertrieben. Er wälzt und schiebt sich mal wieder quer durchs Bett und kommt einfach nicht zur Ruhe. Es ist ein bisschen zum Verzweifeln. Gegen Mitternacht geht im Flur das Nachtlicht an und kurz darauf steht Janni in der Tür. Eigentlich will ich sie in ihr Bett zurückschicken. Sie ist nur etwas aufgelöst: Sie hat mal wieder nicht in sondern unter ihrem Hochbett gepennt. Dabei hat sie ihren Steckenpferdestall umgetreten: Der ist auf sie draufgefallen. Wer sich freut ist: Mika. Seine kleine große Schwester ist da, er setzt sich auf und klatscht fröhlich in die Hände. Jetzt ist an Schlaf gar nicht mehr zu denken. Wir nehmen Mika mit ins Wohnzimmer, spielen. Fast eine halbe Stunde hält er durch, dann ist er endlich so breit, dass wir vielleicht doch wieder schlafen gehen können. Es ist fast um eins.

Ab und zu sieht es so aus, als ob Mika gleich losläuft. Er steht aus der Hocke und freihändig auf, grinst breit, macht noch zwei Kniebeuge und dann… geht er doch wieder auf die Knie und krabbelt los.

4.2.2024

Wie lange es her ist, dass wir Uroma in Radeberg besucht haben? Ich kann es nicht sagen, weiß es einfach nicht. Weihnachten haben wir sie bei Katrin getroffen. Aber sie direkt besucht haben wir schon eine Ewigkeit nicht mehr. Mikas Geburtstag können wir ihr nicht vorenthalten, deswegen fahren wir heute hin. Die Streiks bei der Bahn betreffen die Radeberger Strecke nicht – mit dem Betreiber hat sich die Lokführergewerkschaft längst geeinigt. Also nehmen wir den Zug.

Im Zug will Mika keinesfalls in der Manduca bleiben, er will unbedingt raus und quietscht so lange, bis ich ihn raus hole.Rumkrauchen kann man ihn im Zug nicht lassen, es fahren zu viele Leute mit. Aber auf dem Tisch hat er ja auch eine Beschäftigung gefunden. Die eine Zugbegleiterin guckt komisch, ich weiß nicht, ob ihr das missfällt. Ich entschließe mich einfach zu der Option nicht mehr in ihre Richtung zu gucken. Sie sagt dann auch nichts.

Uroma ist begeistert. Mika nur leider nicht so interessiert, der ist anderweitig beschäftigt.Ist ja auch ein Riesenspaß mit der Kleinen Großen Schwester rumzubalgen. Es ist nur ein bisschen zum Verzweifeln, weil ich halt gerne mal vergesse die Kamera zu zücken. Von Mika und Uroma gibt es keine Fotos; Schwierig alles.

5.2.2024

Manchmal ist man vielleicht zu ungeduldig. Gerade hab ich drüber geschrieben, und jetzt fängt der Junge doch an zu laufen. Er hat offenbar festgestellt, dass man die Hände frei hat, wenn man läuft. Sein neues Spielzeugtelefon scheint ein bisschen dazu beizutragen. Jedenfalls steht er aus der Hocke auf und macht dann ein paar unbeholfene Schritte. Noch etwas seitwärts, wie er es beim Entlanghangeln gewöhnt ist, aber es sind Schritte. Fröhlich grinsende Schritte. Sei es zum Mäusestall oder von da zu uns. Man kann ihn auch mit irgendwas locken, das Babyfon funktioniert zum Beispiel.

6.2.2024

Auch Mika ist ein Mensakind, oft genug sind wir da Mittag essen. Und anschließend gibt’s ’nen Kaffee in der Zebradiele. Wir sind spät dran, heute. Deswegen ist in der Cafeteria auch kaum noch was los. Um so besser für Mika, kann er rumkrabbeln. Am Besten sind die Hocker, die kann er rumschieben. Und Parcour geht auch da dran: Über den Ring rein klettern und dann drunter durch wieder raus.Das macht er wirklich geschickt und vorsichtig, beim Rauskrabbeln zieht er ganz bedächtig den Kopf ein und eckt wirklich nicht an.

Davon hat er irgendwann genug und natürlich entdeckt er die Pflanzenkübel. Mit Blähton.Na so eine Freude! Da kann man doch mal ein wenig drin rumfummeln.Immerhin begreift er es als Spiel und gibt die Kügelchen einfach wieder her.

(swg)

Mikas Wochenrückblicke

18.1.2024

Egal wie klein die Kiste ist: Mika muss da rein.Aber vorher komplett ausräumen, daran denkt er meist nicht. Und sowas wäre unbequem, täte vielleicht sogar weh. Ein Glück, diesmal lag nichts unbequemes drin. Hätte auch gar keine Platz gehabt…

Seit neuestem hat er das Klatschen für sich entdeckt. Das macht er sogar auf Aufforderung mit einem breiten Grinsen; fast wie das Publikum beim Musikantenstadel. Auf dem Wickeltisch hab ich das entdeckt. Er hasst es ja immernoch auf dem Rücken zu liegen, wenn er gewindelt wird – und tut das auch kund. Aber wenn man fröhlich vorklatscht dreht sich seine Stimmung sofort und er macht begeistert mit.

18.1.2024

Es. wird. einfach. immer. ausgeräumt.Und der nächste Topf. Egal wie schwer, er packt es an.Nunja. Lange hat er nicht mehr Gelegenheit dazu. Heute Morgen hat es nämlich geklingelt und ein recht kurz angebundener Paketbote hat etwas vorm Aufzug gelassen. Etwas sehr großes, sehr schweres, es geht nicht mal ohne weiteres in den Aufzug hinein.

Es gab seit längerem den Plan eine Glas-Schiebetür an die Küche zu bauen. Ich bin nie fündig geworden, weil die Maße meiner Plattenbau-Küche eher niedlich sind: Der Türausschnitt zu meiner 5,25 m²-Küche misst 72 x 194 cm. Mein Vater hat vor ein paar Wochen entdeckt, dass es inzwischen im Baumarkt was passendes gibt. Allerdings wurde die Lieferung für den 31. Januar angekündigt – gestern erst. Jetzt ist mein Geburtstagsgeschenk doch schon da.

Naja. Für Mika sind jedenfalls die Tage der ungestörte Küchenexploration gezählt. Mal sehen, wann wir das Ding an die Wand kriegen.

20.1.2024

Doch nochmal Schnee, wer hätt’s gedacht. Nach dem Tag der Offenen Tür in der Unischule wollen Janni und Alina unbedingt noch rodeln gehen. So war das auch geplant, deswegen hatten sie extra ihre Schlitten mitgenommen. Sie steigen sogar eine Station eher aus dem Bus aus und laufen alleine zur Bismarck-Säule. Wir müssen Mika noch in einen geeigneten Anzug stecken. Auf halbem Weg kommen sie uns dann entgegen, um ihren kleinen Bruder in den Schlitten zu setzen.Huiiii…Ich hatte schon wieder außer acht gelassen, wie hässlich hier oben der Wind immer um die Bismarck-Säule weht. Mir wird doch recht schnell kalt beim Fotografieren. Aber es wird auch recht schnell dunkel und Zeit für Mikas Abendessen. Wirklich viel hat er heute noch nicht bekommen: etwas Maria und ein Brötchen. Es war einfach ziemlich turbulent in der Schule.

21.1.2024

Mika ist ein demo-erprobtes Kind – ist seine vierte heute. Wir haben wenig Hemmungen ihn mitzunehmen. Draußen rumlaufen ist so ziemlich das Beste, was man mit Mika machen kann. Entweder schläft er oder guckt interessiert raus.

Sonst ging es bei unseren Demos immer für etwas: mehr Fahrrad. Heute geht’s zur Abwechslung mal gegen etwas: Rechtsextreme, die AfD, den ganzen braun-verkorksten Mob. Das Recherche-Netzwerk Correctiv hatte die „Wannseekonferenz 2“ in die Öffentlichkeit gezerrt. Jetzt geht Deutschland in erstaunlicher Vielzahl auf die Straße. Mika hat den Kundgebungsteil auf dem Schlossplatz verpennt und wacht erst auf, als sich der Demozug schon in Bewegung gesetzt hat. Die Sprechchöre haben ihn aufgeweckt.Noch vorm Ende hat er genug und motzt. Deswegen lassen wir die Abschlusskundgebung weg, laufen direkt zum Postplatz zurück und fahren mit der Bahn heim.

22.1.2024

Er treibt’s immer bunter in der Küche.Ich denke, damit ist die Sache beschlossen: Morgen baller ich die Glasschiebetür an die Wand. Irgendwie muss ich das schaffen nach der Arbeit, auch wenn das gerade ungünstig ist. Die Gefahr, dass er in der Küche doch mal unbeobachtet gefährlichen Unsinn anstellt ist mir einfach zu groß.

23.1.2024

So, es ist vollbracht. Nichtmal zwei Stunden und die Tür ist dran.Der Softclose-Mechanismus schließt so straff, dass kriegt Mika nicht aufgedrückt. Selbst Jannika und Alina müssen sich anstrengen.

(swg)

Mikas Wochenrückblicke

10.1.2024

Nachdem Mika immer wieder den Mäuseschrank ausgeräumt hat, und sowieso einen Platz für sein Spielzeug braucht, bekommt er den einfach.Findet er toll, ihm ging’s ums Ausräumen, das ist auch mit seinem Spielzeug der Hit.

11.1.2024

Ach Herrje, Mika, der Entdecker. Lange hat ihn sein Schrank nicht beschäftigt, also nicht vollständig okkupiert jedenfalls. Bei uns gibt es dummer Weise noch mehr interessante Ecken, die es abzuräumen und zu erkunden gilt.Tooool, was blinkt denn da so blau?! Und schon geht der Wohnzimmer-Rechner an. Ein Post-it lässt den Blinkeknopf verschwinden. Muss mal gucken, ob man das im BIOS abschalten kann.

12.1.2024

Was für eine miese Nacht. Mika ist dauernd wach oder wälzt sich rum. Ständig hat man Füße im Gesicht oder wird von herumrudernden Patschehändchen gestreift. Dann kniet der Junge plötzlich in seinem Schlafsack im Bett und sagt gequält „Iiiiieeehhh!!“. Keine Ahnung, was er hat, er ist nicht schlimmer verrotzt, als die letzten Tage auch, aber irgendwas quält ihn gerade ganz offenbar. Ich bin so müde. Ein Glück hab ich heute morgen Fitness-Studio, da bleibt wenigstens der Kreislauf danach ob seiner/meiner eigenen Trägheit in Schwung.

Zum Glück für Maria gibt es ja auch noch Kartons, die sind sehr willkommen, beschäftigen sie ihn doch eine Weile und Mama hat die Hände frei irgendwas zu erledigen. Schlafen wäre schön, aber ist ja nichts mit den Händen…Mit der großen Großen Schwester ist der Spaß gleich doppelt so – naja – groß.

14.1.2024

Ah guck, das pädagogisch wertvolle Spielzeug wirkt. Mika versucht seine Stapeltürme zu stecken.Kriegt er schon erstaunlich gut hin. Einzig die Kugel-Köpfe der Clownsfiguren schafft er nicht. Dafür stapelt er seine Bausteine, die hat er sich extra aus seiner Kiste auf den Tisch geholt. Los geht’s.

15.1.2024

*Seufz* auch das ging schneller als erhofft. Die Küchenschränke haben keinen wirklich komfortablen Griff. Die sind für kleine Patschehändchen eine echte Herausforderung. „Hold my beer milk“ hatter gesacht.Naja, was solls. Immerhin guckt er zwischendurch auch einfach mal ganz in Ruhe Kinderfernsehen, ganz ohne Blödsinn zu machen.

(swg)

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