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Wir bleiben erstmal sehr touristisch, nach Postojna haben wir uns vorgenommen, wenigstens einmal das Mittelmeer zu sehen. Piran bietet sich an mit seinem malerischen und mediteranen Kleinstadtflair auf der Landzunge. Große Auswahl bei Stell- und Campingplätzen hat man an Sloweniens nur 46 km langen Küste nicht.

Am Jezero Fiesa sieht es sehr voll aus, aber an der Rezeption wird uns freundlich bedeutet, kurz auf den Chef zu warten, der weist uns ein. Tatsächlich bekommen wir einen kleinen Stellplatz ganz am Ende der Camper-Wiese. Es geht zwar eng zu, aber uns soll es genügen. Im Preis von 30,- € pro Nacht ist die Dusche inbegriffen. Was es hier scheinbar nicht gibt, ist eine Entsorgungsstation. Akut ist es aber noch nicht und morgen wollen wir eh schon wieder weiter.

Wir sind ja hier, um einfach mal die Füße – oder auch mehr – ins Mittelmeer zu stecken.Es ist tatsächlich nicht so kalt, wenn man erstmal drin ist, will man auch lieber nicht raus. Irgenwann hält mans aber nicht mehr aus. Mit der Sonne im Rücken wirds zum Glück recht schnell wieder warm.Mission erfüllt und außerdem gibt es da ja noch Piran zu begucken. Und Essen gehen. Bis wir endlich stadtfein und auf dem Weg sind, ist es schon halb sechs.

Nach Piran können wir einfach laufen. Immer all den Pilgern nach, die Küste entlang. Jetzt um 6:00 Uhr abends machen sich wohl alle auf die Suche nach einem schönen Abendessen.Die Mädels haben auf ihre Roller bestanden und Alina versucht auch besonders hartnäckig den buckeligen Fußweg zu bezwingen. Irgendwie hätte uns klar sein müssen, dass ein altes Städtchen wohl eher keine Rollerpisten bieten wird. Interessanter finden die Kinder dann doch, was man am Strand so finden kann.Allzu tief steht die Sonne noch nicht, großartig goldenes Licht überflutet Piran aber schon jetzt.Wir streben von der Kathedrale Sankt Georg durch schmale Gassen dem zentralen Platz zu.Das weckt Erinnerungen an Sizilien, insbesondere der Blick Richtung interessanter Elektroinstallation. Ist halt so im mediterranen Raum…

Auf dem Tartiniplatz herrscht buntes Treiben, viele Kinder flitzen herum.Unser Ziel ist ein gemütliches Abendessen. Im Prinzip bleiben wir ziemlich direkt bei “Mario” hängen, moderate Preise und kein überkandideltes Angebot. Was man als einfacher Tourist eben so braucht.Wir warten geduldig auf unsere Pizza und begucken das Treiben auf dem Platz.Endlich ist die Pizza da; das Warten hat sich zumindest gelohnt.Übers Essen lässt sich nur gutes sagen, leider warten wir eine halbe Ewigkeit auf die Rechnung. Eigentlich wollten wir die Sonne ins Mittelmeer ditschen sehen und ihr arrivederci winken. Stattdessen winke ich nur ausdauernd dem Kellner.

Die Sonne ist längst hinterm Horizont verschwunden, als wir die Uferpromenade bis zur Landspitze entlanglaufen. Hier gibt es noch sehr viel mehr Restaurants; ein Eis genehmigen wir uns noch. Dann spazieren wir Richtung Zeltplatz. Die ganze Küste leuchtet menschlich, überall.Von Sankt Georg werfen wir noch einen Blick auf den Tartiniplatz.Sicher kann man in Piran noch sehr viel mehr entdecken, angefangen von der Stadtmauer über die Museen bis hin zu – achso, den Küstenwanderweg kennen wir nun schon. Aber die Salinen gibt’s noch.

Diesmal wird das aber nichts, bestimmt gibt es irgendwann mal noch die Gelegenheit. Als nächstes wollen wir Pferde angucken, Lipizzaner um genau zu sein; die Kinder wissen aber noch nichts, soll eine Überraschung sein.

(swg)

Oma kommt! Mit dem Bus ist meine Schwiegermutter nach Prag gekommen. Ganz so schnell, wie wir, ist sie allerdings nicht bei der Ferienwohnung: Sie hat sich auf das Abenteuer Nahverkehr eingelassen. 1h.

Pflaster unter den Füßen

Nach dem Frühstück ist es dann schon halb elf. Wir beschließen einfach nochmal die Innenstadt zu zerstaunen. Alina will zu allererst das Tanzende Haus sehen.Das Tanzende Haus in PragIch finde das Tanzpaar kann man gut erkennen. Abgelichtet hab ich das ja schonmal.

Danach soll uns die Astronomische Uhr am Altstädter Ring erfreuen. Über Nebenstraßen lassen wir uns grob in die Richtung treiben.
Strasse in PragStrasse in PragManchmal fliegen Erinnerungen vorbei, die nicht mal mehr zu meiner Kindheit gehören…Pan Tau in PragPrag fasziniert mich mit seinen engen Straßen und alten Häusern noch immer so, wie beim letzten Besuch. Es ist auf seine Art wirklich golden.Strasse in PragUmso mehr lässt sich wohl verstehen, wie die Prager so ganz persönlich auf Touristen und Tourismus zu sprechen sind. Die Innenstadt wird entwohnt, wie das auch bei uns allen angesagten Stadtteilen geht. Profitgier zerstört, was sie eigentlich einstmals ausgemacht hat.

Es sind irre viele Menschen auf den Straßen unterwegs und alles verdichtet sich um den Altstädter Ring.Altstädter Ring Staroměstské náměstí, PragUnd erst recht Richtung astronomischer Uhr.an der astronomischen Uhr in PragDa noch gut eine halbe Stunde bis zum Spektakel bleibt,astronomische Uhr am Altstädter Ring in Pragversorgen wir uns aus einem nahen Imbiss mit einer Portion Kartoffeln mit Sauerkraut und Kassler. Alina schmeckt das auf Anhieb nicht, Jannika findet’s sofort lecker und erst später *bäh*. Komisches Kind.

Mit den Kindern auf den Schultern erwarten wir die zwölf Apostel und lesen in der Zwischenzeit kurz die Funktionsweise der Uhr nach bzw. wie man sie liest. Das Spektakel ist anschließend recht kurz – am spaßigsten finde ich rechts den Tod, der die Glocke schlägt.

Alina würde zu gerne mal mit einer Kutsche mitfahren. Eine kurze Recherche sagt aber, dass man einen prag-kundigen Führer dazu braucht und eine Kutsche auch nur vier Plätze hat: Selbst ohne Jannika mitzurechnen sind wir aber schon vier. Die Preise sind zudem recht hoch für “mal eben Kutsche fahren”. Da bietet sich sicher ein anderes Mal eine bessere Gelegenheit.

Stattdessen bekommen die Kinder einen Baumstriezel Trdelník im sitzenTrdelnik essen am Altstädter Ringbei dem wir über unser nächstes Ziel sinnieren. Inzwischen ist es ziemlich frisch geworden, weswegen es uns eigentlich nach drinnen zieht. Nein, nicht in die Ferienwohnung, aber ein Museum wäre doch eine Option. Zwei davon tun sich auf und auf die Frage nach Schokoladen- oder Straßenbahnmuseum sagen meine Kinder? Richtig! Straßenbahnmuseum! Sind halt echte Dresdner und lieben ihre Tram.

Aber einen kurzen Blick über die Menschenmassen hier gönne ich Euch, nur damit ihr einen Eindruck habt, wie überlaufen Prag derzeit ist.Menschenmassen auf dem Altstädter Ring in PragNaja, ab ins Museum.

(swg)

Wir wollen uns Prag mit den Kindern erstmal erbummeln. Runter zur Moldau, da gibt’s Inseln mit Parks und Spielplätzen. Und bis zur Karlsbrücke schaffen wir es wohl locker.

Es ist unglaublich voll! Aber was haben wir auch erwartet? Ein warmer Herbsttag an einem Samstag in einer Touristenstadt?Prager Uferpromenade voller Menschen“Gewarnt” wurden wir von Kollegen, aber unsere Erfahrung von vor 6½ Jahren deckte sich damit einfach nicht. Sie hatten aber recht.

einmal hin

Die Sonne verwandelt den Nachmittag in milden, goldenen Herbst.goldene Herbstsonne im Baum an der Moldau in PragSelbst die Nutrias in der Moldau genießen die Herbstsonne.Nutrias tummeln sich in der Moldau in PragWeniger Menschen werden es auf der Karlsbrücke natürlich nicht.Karlsbrücke in Prag voller MenschenAber schließlich sind wir als Touristen hier und so reihen wir uns ein in den Strom der Gucklustigen. Straßenmusiker und Kunstgewerbehändler bieten auf der Brücke ihr Können feil – ich glaube, diesmal kaufe ich mir eines der Bilder als Prag-Andenken. Letztes mal konnten wir uns erst nicht durchringen und später war kein Händler mehr zu finden. Die Gefahr besteht diesmal wohl nicht. Fotografiert will von den Händlern keiner werden, deswegen mach ich nur ein Bild von der Burg.Ansicht der Prager Burg von der Karlsbrücke ausAuf der Kleinseite biegen wir noch vor dem Brückenturm links ab. Wir wollen flussaufwärts zurück laufen.Malostranská mostecká věž - Kleinseitener BrückenturmSo langsam setzt die Dämmerung ein und es kommt wieder ein bisschen Venedig-Gefühl auf.Boot im Čertovka canal, Prag

Am erstaunlichsten finde ich das Durchhaltevermögen meiner beiden Kinder: Sie laufen. Die ganze Zeit. Klar machen wir Pausen am Spielplatz, sind
Eisenbahn gefahrenessen “Potato Tornado” und ein Eis.


Aber sie laufen ohne Gejammer.

und wieder zurück

Die Abenddämmerung lässt – während wir auf der Kleinseite zur Most Legií (Brücke der Legionen) zurücklaufen – langsam die Stadt im Lichterglanz erstrahlen.Prag und Moldau in der DämmerungDas können auch meine Kinder einfach nur schön finden und lässt sie weiter spazieren. Von der Brücke aus erhaschen wir noch einen Blick auf die Burg im Schein der Repräsentationsbeleuchtung.Prager Burg mit RepräsentationsbeleuchtungUnd wie gerufen setzt sich noch eine alte Straßenbahn in Szene.Alte Straßenbahn in PragIst das nicht einfach ein herrlicher Abendhimmel?!Nachthimmel und Staßenlaterne über der Brücke der Legionen, PragSchöner hätte unser erster Stadtbummel durch Prag kaum sein können!

Auf dem Weg zur Ferienwohnung kaufen wir noch schnell im Tesco ein – “Nudäln” haben die Kinder natürlich gerufen, was eigentlich Carbonara heißt. Schinkenwürfel gibt’s nicht, nicht mal geeigneten Schinken. Ich bringe dann das Kunststück fertig, tatsächlich Carbonara ohne Geschmack zu zaubern. Eier, Sahne, Salz und Parmigano: Es sind Nudeln mit geschmacksfreiem Pamps. Grotesk. Die Kinder sind zu Müde für echte Gegenwehr und verschwinden recht problemlos im Bett. Unsere platten Füße lassen uns kaum länger durchhalten. Den ersten Test für Stadturlaub haben die Kinder jedenfalls eindeutig bestanden.

(swg)

Ein bisschen was von Görlitz wollen wir begucken, da müssen die Kinder durch. Ganz ohne Spaß soll das natürlich nicht sein. Es gibt eine Parkeisenbahn und auf dem Weg dahin den einen oder anderen Geocache. Aber zur Parkeisenbahn: sieht aus wie der Adler – Deutschlands erste Lok.Drunter – oder besser: dahinter, also im Tender – steckt ein oller Diesel aus einem Multicar. Der erste Wagon ist nicht sehr empfehlenswert. Trotzdem ist die geknatterte Runde ganz lustig und für Kinder eh spannend: “Eisenbahn fahren!”.

Im Kreis der Parkeisenbahn ist ein schöner Spielplatz, da gibt es ordentlich was zu klettern.Alina ist da einfach nicht zu bremsen.An der Seilbahn hatte ich alle Hände voll zu tun und keine für die Kamera. Inzwischen hat sich Jannika selbständig gemacht.Sieht ein bisschen verloren aus, sowas stört sie aber nicht, solange sie irgend jemanden von uns sehen kann.

Von der Parkeisenbahn aus folgen wir dem Feldmühlgraben bzw. der Neiße zur Eisenbahnbrücke. Bis ins Zentrum können wir natürlich nicht laufen. An der Schillerstraße nehmen wir die Straßenbahn. Da Alina vom Klettern noch nicht genug hat, steigen wir auf den Reichenbacher Turm. Jannika ist inzwischen platt in der Kraxe eingeschlafen. Vielleicht hätte ich ihr Laufrad nicht an der Kraxe hängen lassen sondern lieber unten anschließen sollen.

Viel Zeit zum Lesen in der Ausstellung hab ich nicht, ein bisschen Geschichte – der Blick über den Obermarkt ist schick.Ein Eis soll’s noch geben, suchen wir mal danach.Gefunden haben wirs bei einem Italiener in der Peterstraße. Ein Blick von der Sankt Peter und Paul auf die Neiße.Drinnen waren wir auch. Alina war ziemlich beeindruckt, am meisten fasziniert hat sie die Sonnenorgel.

Vorbei am Nikolaiturmgeht es die Lunitz runter, der schon tief stehenden Sonne entgegen.Und das ist ein Teil Stadtleben, den ich sofort einfach schön finden kann.Am heiligen Grab warten wir auf die Straßenbahn, die Kinder spielen Hascher um das Haltestellenhäuschen herum. Die Straßenbahn rappelt uns zum Rosenhof zurück.

(swg)

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