Der Garten ruft. Das ist natürlich Quatsch, vielleicht ruft’s im Garten – ziemlich viele Vögel hört man am Heiderand schon zwitschern. Der Garten liegt einfach nur da, in der Frühlingssonne. Selbst das stimmt nicht ganz an diesem Wochenende. Meist nieselt es aus dem wolkenverhangenen Himmel und unangenehmer Weise werden einem die wenigen Tröpfchen von kalten Windböen ins Gesicht geklatscht.

Eigentlich war schon letzten Samstag geplant im Garten Dinge zu erledigen. Aber das Wetter war da mit ‚arschkalt‘ noch freundlich beschrieben. Außerdem wäre die Logistik quer durch die Heide an mir allein hängen geblieben. Maria musste zur Mitgliederversammlung des Gartenvereins. Und weil auch Mika kaum einzufangen war, haben wir uns das einfach gespart.

Jetzt, zum Osterwochenende sind die Temperaturen wenigstens schon knapp unter zweistellig und wir können die offensichtlichsten Arbeiten angehen. Katrin hat die Astschere kreisen lassen, es liegt unglaublich viel Grünschnitt herum. Wahrscheinlich ist es ganz gut, die Obstgehölze so radikal runter zu kürzen, auch wenn ich auf etwas mehr Schatten im Sommer gehofft hatte. Rund um die Terrasse ist alles wuchernde ebenfalls gestutzt.Grünschnitt im GartenGrünschnitt im GartenGrünschnitt im GartenGrünschnitt im GartenWohin nun aber mit dem ganzen Zeug? Entsorgen fällt aus dreierlei Gründen aus: Wir bräuchten eine Pritsche oder Pkw + Anhänger, was wir nur mieten könnten. Allerdings bleibt der Weg vom Garten zum Vereinstor: Muss alles den ganzen Weg geschleppt werden. Grünschnitt bekommt man außerdem nur gegen Geld los, und das ist in Radeberg nicht billig.

Kompostiert haben wir letztes Jahr schon ziemlich viel, aber Obstgehölz? Bis das verrottet ist vergeht viel Zeit. Vor einer Weile ist mir mal die sog. Benjeshecke begegnet; Eine Totholzhecke. Platz ist im Garten dafür genug und man braucht nur ein paar Pfosten, Hammer und eine Astschere. Mittags mach ich mich ans Werk. Das Pfosten halbieren (es gab nur 2,50 m) und einschlagen geht schnell. Das zersäbeln des ganzen Grünschnitts zieht sich dafür wahnsinnig hin. Aber ich denke, so kann man das lassen.Benjeshecke im GartenVielleicht hilft’s ja wirklich dem Viehzeug. Auf jeden Fall trennt es den Garten schön vom Kompost. Und es ist auch Platz, um noch mehr Grünschnitt unterzubringen.

(swg)

Sorry, zu privat für die Öffentlichkeit. Vielleicht klappt’s nach dem Login?

Sorry, zu privat für die Öffentlichkeit. Vielleicht klappt’s nach dem Login?

Nee, habt ihr gedacht! Aber der Winter hat Wespen mitgebracht. Also für uns. In der Wohnung. Wir haben ziemlich spät die Pflanzen reingeholt. Mitte November gab es die erste Frost-Nacht, die den Kakteen wahrscheinlich nicht gut bekommen wäre. In einer Hau-Ruck-Aktion haben wir am späten Abend noch schnell den Balkon leer geräumt. Ganz offenbar haben sich die jungen Wespen-Königinnen bei uns sehr wohl gefühlt: Irgendwo in unseren Balkonpflanzen haben sie sich zum überwintern verkrochen. In der Wohnung ist es schön warm und der simulierte Frühling hat die Wespen aufgeweckt. Dann brummen sie träge und schwefällig um unsere Lampen, sind sehr müde und sind leicht einzufangen – wenn sie einmal sitzen. Fünf haben wir inzwischen eingesammelt und wieder nach draußen befördert. Vielleicht verkriechen sie sich ja in den Blumentöpfen mit Stroh, die wir bereit gestellt haben? Schaffen sie es überhaupt nochmal in die Winterstarre? Ich hab keine Ahnung. Ein bisschen stresst uns das schon; Wir haben sie alle früh morgens entdeckt, wenn es eigentlich reibungslos laufen muss, damit alle rechtzeitig in Kita, Schule und auf Arbeit sind … Naja, man ist ja froh über jedes bisschen Natur, das überlebt.

(swg)

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