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Na guck, so schnell hab ich den Fahrrad-Fahrradanhänger tatsächlich gebraucht.Jannis woom 3 hab ich draufgeschnallt. Zum Befestigen hab ich einen der alten Fahrradträger-Arme vom Womo-Träger ausgegraben – lagen neben den Schienen auch noch im Keller, klappt super.

Achso, warum eigentlich? Wir waren am bikepoint, Alinas neues woom 5 abholen. Dahin sind wir natürlich mit dem Fahrrad gefahren – und anschließend hatten wir logischer Weise ein Fahrrad zuviel. Alina freut sich wie Bolle.Jannika erbt Alinas woom 4, ihr kleines woom 3 hat schon neue Besitzer. Gebrauchte wooms verkaufen ist derzeit ein Kinderspiel: Neue muss man lange vorbestellen, weil man ob der Nachfrage mit dem Produzieren bei woom in Österreich nicht nach kommt.

(swg)

Guck mal, ich hab ‘nen Fahrradanhänger gebaut! Also einen Fahrrad-Fahrradanhänger.Die beiden Schienen hab ich noch vom Umbau des Fahrradträgers am Wohnmobil übrig. Damit das Fahrrad auch stehen bleibt, werde ich wohl Gurtbänder benutzen. Jetzt sind erstmal die Löcher gebohrt und die Schienen passen. Auch hab ich probiert ein großes Fahrrad draufzustellen: klappt ebenfalls. Der Carriage funktioniert als Fahrradtransporter für zwei, vielleicht auch drei Fahrräder, so man genug Schienen hat.

Wozu? Ihr könnt Fragen stellen. Manchmal bring ich Fahrräder auch zum Händler zur Wartung. Oder ich hol eins der Kinder von Freunden ab, wo sie nicht mit den Fahrrädern hingefahren sind. Schnall ich jetzt eben das Fahrrad auf’n Anhänger und hol das Kind.

(swg)

In Dresden bin ich sehr zwiegespalten, was das Fahrradfahren angeht. Einerseits sehe ich enorme Verbesserungen am Verkehrswegenetz. Schmidt-Lamontaine geht schon mal mit der Axt an Parkplätze, wenn sie dem Radverkehr im Weg sind. Spätestens bei einem grässlichen Vorfall nimmt er das zum Anlass. Gut so.

So ein bisschen ein Lob für Dresdner Autofahrer muss ich mir auch abringen. Inzwischen fühle ich mich als Radfahrer auf der Straße weitestgehend akzeptiert. Man hat begriffen, dass es kein Recht auf Höchstgeschwindigkeit gibt. Kein Platz? Kein Überholen. Klar wird immer noch zu knapp überholt, an die 1,50 m hält sich keine Sau. Aber wenigstens kann man dem Vorbeifahrenden nicht mehr aufs Dach klopfen. Beim Abbiegen über Radwege ist der gemeine Dresdner Autofahrer doch recht achtsam.

Das heißt aber nicht, dass es nicht vorne wie hinten an allem möglichen krankt. Schlechte Radwege gibt es genug, sinnlose Radwegführungen dazu – man endet einfach mal und dann darf man warten, dass eine Lücke im Autoverkehr ist. Kinder mit dem Fahrrad in die Schule fahren zu lassen, scheitert meist an der schlechten baulichen Situation an Kreuzungen. Zu schlecht einsehbare Wege bei zu komplizierter Verkehrsregelung, schnell ist ein Kind übersehen.

Nun war der Bundesweite Aktionstag Kidical Mass. In Dresden war unter anderem vom ADFC für den heutigen Sonntag Nachmittag zur Demo aufgerufen. Bei so einem schönen Wetter kann man doch mal eine kleine Fahrradtour mit seinen Kindern unternehmen. Davor gilt es die Plakate zu malen.Plakate malen für die Kidical Mass DemoPlakate malen für die Kidical Mass DemoAlina hat sich ihr Motiv selber ausgedacht: “Guck mal, ich mach aus meiner Meinung ein Bild.”.

So verdient sich mein Lastenanhänger weitere Meriten als rollender Plakathalter.Kidical Mass Demo 09/2020 auf dem Neumarkt DresdenEs sind schon eine ganze Menge Leute da. Es wird ordentlich geklingelt, Aufkleber werden verteilt, den Redner versteht man kaum. Aber wir warten ja auch nur auf den Start.Kidical Mass Demo 09/2020 auf dem Neumarkt DresdenDas spektakuläre an der Runde ist für die Kinder die Durchfahrt durch den Tunnel Wiener Platz.Kidical Mass Demo Wiener Tunnel DurchfahrtHach, waren das noch Zeiten als wir auf Skates zum Nachtskaten da durch sind…

Die Demo-Runde endet am Spielplatz an der Wallstraße. Zum Rumtoben bleiben wir nicht, zu viele Menschen auf einem Haufen – es ist immer noch Corona. Wir biegen zu einem Eis ab, dann geht’s zum Münchner Platz, der Spielplatz taugt auch was.

Insgesamt ein netter Nachmittag in einem riesigen Haufen Fahrradbegeisterter – könnte ruhig öfter sein. Vielleicht bewegt sich in Dresden noch ein bisschen mehr für die Radfahrer.

(swg)