Archives for posts with tag: Mein schöner Garten

Beim Kochen sind die Kinder immer mal begeistert dabei. Zuletzt wollte Jannika bei Bratkartoffeln und Champignon-Pfanne zur Hand gehen. Als sie die Kartoffeln aus dem Sack holte, waren da so komische Knubbel dran. Bei uns ist es fürs Lagern von Kartoffeln einfach ein bisschen warm, und so hatten da schon einige gekeimt. Die will eine Pflanze werden. Ob man die dann nicht einpflanzen könne, hat Jannika gefragt. Joa, haben wir dann gemacht.Wie man sieht, ist das Kartöffelchen in den letzten zwei Wochen ziemlich geschossen. Zeit, sich mal zu informieren. Wirft man einfach “Kartoffel” und “Balkon” gemeinsam der Ente vor, kann man Stunden mit dem Lesen von Kartoffelbeiträgen verbringen. Wusstet ihr zum Beispiel, was eine Tomoffel ist? Man kann auf eine Kartoffel eine Tomate pfropfen und dann sind da unten Kartoffeln und oben Tomaten dran.

Jedenfalls! Wir müssen einen größeren und vor allem höheren Topf nehmen. Da ist immer wieder Erde nachzufüllen, sodass nur noch die Blätter rausgucken – natürlich nur bis der Topf voll ist. Es dauert dann ca. 100 Tage bis man Kartoffeln ernten kann. Um dann einfacher ernten zu können ist es hilfreich, wenn ein innerer Topf mit Öffnungen herauszunehmen geht. Der Kapitalismus findet natürlich jede Lücke:Also bitte! 18,-€ für zwei Plaste-Töppe?!Zwei billige aus dem Baumarkt tun es auch. Zeit für eine kleine Bastelstunde.Der innere Topf wird aufgesäbelt.Unten kommt gegen Staunässe eine Schicht Blähton rein.Nach dem Ineinandersetzen der beiden Töpfe kann man Kartoffelpflanze und Erde reinstopfen.Nun steckt das Kartöffelchen wieder bis zum Hals im Dreck, schauen wir mal, wie das mit den Kartoffeln so klappt. Wir erfahren es in 100 Tagen.

(swg)

So langsam haben die Pflänzchen vom Projekt “Urbanität und Vielfalt” des Umweltzentrums Dresden e.V. die Größe erreicht, das wir sie raus pflanzen können. Pflanzerde haben wir noch, es hat sich nur gezeigt, dass wir vor der Mauer etwas mehr Platz benötigen. Um den Kugellauch haben wir die wild gewachsenen Pflanzen entfernt. Beim Spitzwegerich hab ich es einfach nicht über mich gebracht, den in den Kompost zu stecken. Kurzerhand hat der einen Platz oben hinter der Mauer bekommen.Perspektivisch werden noch Bodendecker vor die Mauer gesetzt. Damit auch nichts die Patenpflanzen überwuchert, sind da Rasenkantenringe gesetzt. So winzig das jetzt aussieht, werden einige der Pflänzchen hoch und ausladend. Bekommen haben wir “Guter Heinrich“, “Gewöhnliches Zittergras“, “Aufrechtes Fingerkraut“, “Färber-Hundskamille“, “Echtes Herzgespann” und “Skabiosen-Flockenblume“. Mal sehen, was wir durch bringen – im Herbst müssen wir Samen abliefern.

(swg)

Ich geh zur Zeit gerne abends nochmal hinters Haus zum gießen. Und einfach zum gucken. Und horchen wie’s summt.Californischer MohnSaatmohnBlutroter Storchschnabel und Gartenazaleemein bunter VorgartenPrachtspiereGelbe TaglilieDann geh ich wieder nach oben, bin erleichtert, dass kaum Ackerwinde zu sehen war und freue mich aufs nächste gießen.

(swg)

Bei der ganzen schönen Gärtnerei gibt es auch Arbeiten, die eher nicht so fetzen. Das Fugenkratzen im Knochenpflaster gehört eindeutig dazu. Vorm Haus sollte das theoretisch von den Bewohnern reihum wöchentlich mit der Großen Hausordnung erledigt werden. Passiert praktisch aber nicht – eigentlich sind wir glaube ich die einzigen, die das machen. Wobei auch wir das erst in Angriff nehmen, wenn es überhaupt gar nicht mehr zu übersehen ist. Immerhin haben die Kinder ein bisschen mitgeholfen.Fugenkratzerei im KnochenpflasterFugenkratzerei im KnochenpflasterFugenkratzerei im KnochenpflasterFugenkratzerei im KnochenpflasterDrei Stunden sind wir über die Zufahrt gekrochen, dabei wollten wir eigentlich nur zwei Immergrün nachpflanzen. Naja, wie das so ist…

Und dann gab es noch einen Überraschungsbesucher – gerade hatten wir über ihn gesprochen, und dass er sich dieses Jahr noch gar nicht hat blicken lassen. Prompt kam er vorbei.Feldhase am HausFeldhase am HausLetztes Jahr kam der Feldhase schon immer in den Hof und hat sich an unserer Mini-Wildblumen-Wiese gütlich getan. Und die Sonnenblumen abgebissen. Saubazi.

(swg)

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