Archives for posts with tag: Mein schöner Garten

Herbstzeit ist Spinnenzeit! Aktuell kreucht und fleucht das achtbeinige Getier wieder in allen (un)möglichen Ecken herum. Allzu prickelnd finde ich die in der Wonhnung auch nicht – insbesondere habe ich Vorbehalte bei den Ganzlangbeinigen. Andererseits tilgen sie recht zuverlässig Obstfliegen, wenn mal wieder irgendein Obst übersehen wurde und „drüber“ ist. Oder der Biomüll zu lange Zeit zur Entwicklung hatte … Ein ganz besonderer Gast hat sich auf unserem Balkon eingefunden.Gartenkreuzspinne hat saugt eine Stinkwanze ausWir haben sie als Gartenkreuzspinne identifiziert. Gerade ist ihr eine Stinkwanze zum Opfer gefallen. Es ist schon einigermaßen faszinierend, womit so eine Spinne fertig wird. Gestern hat sie zwei Wespen erlegt und eingewickelt. Kleinere Fliegen hängen auch noch im Netz. Überhaupt: Das Netz! Mehrere Fäden spannen sich von der Balkondecke bis hinunter zum Blumenkasten. Man fragt sich, wie sie das angestellt hat! Pfeil und Bogen wird sie kaum benutzt haben, um den Faden hochzuschießen. Eigentlich kann sie sich ja nur von oben herunter gelassen haben – aber der Weg rings herum um den Balkon ist schon ganz schön weit. Vielleicht können wir sie ja heute Abend mal beobachten: Gartenkreuzspinnen bauen ihre Netze nachts.

Jetzt jedenfalls hat auch sie ihr Mittagessen beendet und die Stinkwanze einfach hingebammel.Gartenkreuzspinne hat die erbeutete Stinkwanze aufgehängt

(swg)

Der Garten ruft. Das ist natürlich Quatsch, vielleicht ruft’s im Garten – ziemlich viele Vögel hört man am Heiderand schon zwitschern. Der Garten liegt einfach nur da, in der Frühlingssonne. Selbst das stimmt nicht ganz an diesem Wochenende. Meist nieselt es aus dem wolkenverhangenen Himmel und unangenehmer Weise werden einem die wenigen Tröpfchen von kalten, kräftigen Windböen ins Gesicht geklatscht.

Eigentlich war schon letzten Samstag geplant im Garten Dinge zu erledigen. Aber das Wetter war da mit ‚arschkalt‘ noch freundlich beschrieben. Außerdem wäre die Logistik quer durch die Heide an mir allein hängen geblieben. Maria musste zur Mitgliederversammlung des Gartenvereins. Und weil auch Mika kaum einzufangen war, haben wir uns das einfach gespart.

Jetzt, zum Osterwochenende, sind die Temperaturen wenigstens schon knapp unter zweistellig und wir können die offensichtlichsten Arbeiten angehen. Katrin hat Ende Februar die Astschere kreisen lassen, es liegt unglaublich viel Grünschnitt herum. Wahrscheinlich ist es ganz gut, die Obstgehölze so radikal runter zu kürzen, auch wenn ich auf etwas mehr Schatten im Sommer gehofft hatte. Rund um die Terrasse ist alles wuchernde ebenfalls gestutzt.Grünschnitt im GartenGrünschnitt liegt im Garten rum

Grünschnitt liegt im Garten rumGrünschnitt liegt im Garten rum

Wohin nun aber mit dem ganzen Zeug? Entsorgen fällt aus dreierlei Gründen aus: Wir bräuchten eine Pritsche oder Pkw + Anhänger, was wir nur mieten könnten. Allerdings bleibt der Weg vom Garten bis zum Vereinstor: Muss alles den ganzen Weg geschleppt werden. Grünschnitt bekommt man außerdem nur gegen Geld los, und das ist in Radeberg nicht billig.

Kompostiert haben wir letztes Jahr schon ziemlich viel, aber Obstgehölz? Bis das verrottet ist, vergeht viel Zeit. Vor einer Weile ist mir mal die sog. Benjeshecke begegnet; Eine Totholzhecke. Platz ist im Garten dafür genug und man braucht nur ein paar Pfosten, Hammer und eine Astschere. Mittags mach ich mich ans Werk. Das Pfosten halbieren (es gab nur 2,50 m) und einschlagen geht schnell. Das zersäbeln des ganzen Grünschnitts zieht sich dafür wahnsinnig hin. Aber ich denke, so kann man das jetzt lassen.Benjeshecke im GartenVielleicht hilft’s ja wirklich dem Viehzeug. Auf jeden Fall trennt es den Garten schön vom Kompost. Und es ist auch Platz, um noch mehr Grünschnitt links und obendrauf unterzubringen.

(swg)

Im Prinzip habe ich das gesamte Wochenende gepennt. Gerade fühl ich mich einfach nur schwer, jeder Schritt eine Treppe rauf ist einfach nur anstrengend. Der Freitag zu Hause mit – mal wieder krankem – Mika war nicht das, was man unter ‚erholsam‘ verbuchen würde. Der Kerl ist einfach sehr fordernd und besitzergreifend. Ich bin sofort erlöst, wenn Maria heim kommt: Sagen wir vielleicht lieber abgemeldet – und das ist noch freundlich ausgedrückt. Aber woran immer Mika kränkelt, ich hab’s wahrscheinlich auch abgekriegt. Eine bleierne Müdigkeit liegt auf mir, dazu die leichte Erkältung, es ist gerade alles wahnsinnig anstrengend und geht nur sehr zäh.

Wir schaffen am Samstag unseren Baumarkt-Einkauf, mein geliebter Anhänger ist wieder mal im Einsatz.mein Carriage Lastenanhänger vorm großen orangen BaumarktGroße Töpfe mussten her, damit wir unsere Kakteen umtopfen können. Die große Dreirippige Wolfsmilch braucht dringend einen neuen Topf, das Ding droht umzufallen; Das wäre sehr unangenehm bei ihren 2,6 Metern Höhe, und schade obendrein, immerhin ist sie schon 25 Jahre alt. Ne Dusche braucht sie: In ein Wachstuch gehüllt haben wir sie mit vereinten Kräften ins Bad gewuchtet und auch wieder raus. Und der neue Topf steht ihr doch, oder?unsere Dreirippige Wolfsmilch im neuen TopfAußerdem hat sich vor ein paar Tagen mein alter Kaktus von seinem Rolli gestürzt und dabei seinen Topf zertrümmert. Über den Balkon waren einfach ein paar zu heftige Böen gefegt. Eigentlich weiß ich ja nicht mal, ob das ein Kaktus ist, aber mehr als 25 Jahre ist der auch schon bei mir. Und bei den Orchideen hat sich auch Bedarf nach neuen Töpfen und Erde gezeigt. Als Alina und ich am Freitag ihnen ein wenig Pflege zukommen ließen, zeigte sich schon ziemlich zersetztes Substrat. Kein Wunder, dass die keine neuen Blüten treiben. Einige Töpfe sind auch fast nur noch mit Wurzeln gefüllt. Immerhin sind sie nicht verhungert: Die Wurzeln sind noch schön dick.

Bei all dem Tun brauch ich immer wieder Pausen. Abends geh ich mit Mika ins Bett, schlafe meist noch vor ihm ein; Das geht schon die ganze Woche so. Aber selbst 11 Stunden vertreiben die Müdigkeit nicht. Seit Samstag Vormittag kommen noch Zahnschmerzen dazu. Meine Zahnärztin hatte mir schon mal damit gedroht, dass sie den Weisheitszahn besser früher als später rausmachen will. Nuja, jetzt ist offenbar schon später, die Schmerzen gehen nicht weg. Dazu bin ich weiterhin einfach nur müde.

Heute, am Montag, bleibt Maria mit Mika zu Hause, dem geht es auch noch nicht besser. Ich mach mich auf den Weg zur Arbeit, Fitness fällt mit dem Zahn natürlich flach. Und auch wenn es so ein beschissener Montag ist: Ein Anruf bei meiner Zahnarztpraxis und ich hab einen Termin, noch heute Nachmittag. Sie ist zwar im Urlaub, aber ihre Vertretung guckt es sich an; Der andere Praxisarzt wirft auch noch einen Blick drauf. Vielleicht kann man ihn gleich ziehen, meint er, Röntgenbild muss aber erst noch neu, das vorhandene ist zu alt. Offenbar ist man ein bisschen überrascht, dass ich den Weisheitszahn unbedingt gleich los werden will. Wenn ich schon mal dort bin, lass ich den Zahn auch ziehen. Was will ich da noch groß drüber nachdenken? Reden? Abwarten? Länger Schmerzen aushalten? Nee. Jetzt! Das Teil ist nach nicht mal einer Stunde raus, beide Ärzte hat es trotzdem gebraucht. Erstaunlich, wie groß so ein Zahn aussieht, wenn er auf der Blechschale vor einem liegt. Die Betäubung hellt meine Stimmung ziemlich auf, so sehr, dass ich fast nochmal auf Arbeit gehe.

Das lass ich dann doch. Irgendwann lässt die Wirkung der Betäubung nach und ich vermutete zu recht, dass es dann wieder richtig weh tut. Am Ende nehm‘ ich doch eine Schmerztablette; Immerhin ist bis zum Abend die Schwellung schon abgeklungen. Morgen ist Nachkontrolle beim Zahnarzt. Müde bin ich aber immer noch, schon wieder.

(swg)

Die Gießrate vom automatischen Bewässerungssystem ist wohl bissel zu hoch eingestellt, alle Kakteen sind gerade in den Balkonkästen abgesoffen. Naja, Maria hat es rechtzeitig gesehen; Nach vielleicht zwei Tagen ist das noch kein Problem, auf unserem Südbalkon trocknet sowas schneller weg, als man ‚Dürreperiode‘ sagen kann.

Für die Kartoffelpflanze wars richtig; Sehr spannend ist, dass die nach üppigem Austrieb jetzt langsam anfängt zu welken.Kartoffelpflanze in einem TopfDas ist kein Grund zur Besorgnis, an zu wenig Wasser liegt’s nicht: Das Kartoffelkraut beginnt zu vertrocknen, wenn die Kartoffeln erntereif werden. Der Innentopf besteht eigentlich aus zweien ineinander, der innerste ist aufgeschnitten: Man könnte die Kartoffeln von unten weg ernten. Allerdings gibt es bei uns nichts zu sehen, hier müsste erst die Erde weggekratzt werden. Besser wir lassen das jetzt, ich hab keine Lust heute Abend noch den Balkon zu kehren. Wenn die Ernte heran ist, reicht es immer noch zu wissen, wie hoch die Ausbeute ist.

(swg)