Archives for category: frickelig

Meine neue Küche mag ich immer noch sehr; Design, Ordnung, Geräte: alles passt. Der Kühlschrank ist mit 140 l etwas kleiner als vorher, dafür ist sein Gefrierschrank drunter größer. Wir kommen damit ganz gut aus. Mein Induktionskochfeld und den Backofen (mit Mikrowelle und Dampfzugabe) – beides von Siemens – geb’ ich um nichts in der Welt her. Was vielleicht ein bisschen nervt, ist die Dunstabzugshaube; Die lärmt schon ordentlich vor sich hin. Vier Stufen erstrecken sich – wenn man 1,5 m weg steht – von 62,0 db über 63,9 db und 65,3 db bis 66,4 db.Klar, am Herd ist das noch lauter und es ist unmöglich selbst ein Rufen aus der Stube zu verstehen. Sehr angenehm ist es außerdem nicht, sich vor dem lärmenden Klotz aufzuhalten, geschweige denn den Kochlöffel zu schwingen.

Ein Schalldämpfer könnte das Problem lösen, ist auch nicht schwer zu basteln. Das mitgelieferte Alu-Abzugsrohr hat d150, also hab ich mir ein 200er Rohr und Noppenschaumstoff besorgt, 1 m ist die benötigte Länge.Das flutscht recht gut auf Haube und den Verteiler oben. Gefühlt ist es deutlich leiser – der Effekt ist leider nicht so groß, wie ich ihn mir erhofft hatte. Aber verlassen wir uns nicht aufs Gefühl, messen wir mal nach:Gut, jetzt ist Stufe 2 mit 61,5 db schon leiser, als ohne Dämpfer die 1 und selbst auf Stufe 4 sind wir mit 64,1 db jetzt nur so laut, wie wir ohne Dämpfer schon auf der 2 waren. Jedenfalls kann man sich jetzt verständlich machen. Noch leiser wäre natürlich schöner, jetzt scheint aber eher das Ansaug-Geräusch ansich das lauteste zu sein. Mal sehen, ob ich noch eine Idee habe, wie es leiser werden kann.

(swg)

Nach etwas mehr als vier Jahren ist bei unserem woom 4 das Innenlager malad. Es zeigt sich deutlicher Widerstand beim Drehen der Kurbel – seit allerdings die Spikes montiert sind, tut sich Janni doch etwas schwer auf ihrem Schulweg.

Es hat eine Weile gedauert herauszufinden, was da genau für ein Lager verbaut ist. Klar, ein Vierkant. Aber folgt der Achskonus JIS oder ISO? Sind die Schalen mit BSA-Gewinde versehen, oder ITA? FRA? Ich wollte vor allem nichts vorher auseinander nehmen, unter Umständen kriegt man es nicht mehr zusammen. So ging es mir bei meinem Fahrrad, die Kunstoff-Gewindeschalen hat es beim Rausdrehen total zernüffelt. Die waren hin und nicht mehr zu montieren.

Also hab ich Foren durchsucht, im Laden gefragt, irgendwelche Formulare bei woom ausgefüllt und komische Rückfragen gekriegt: Am Ende war die direkte Email an den woom-Support erfolgreich. In einem woom 4 bis Mitte 2018 ist ein Patronenlager mit
* BSA-Gewindeschalen,
* 68 mm Einbaubreite,
* ISO Achskonus und
* 107 mm Achlänge
verbaut. Für ein Patronenlager ist es sensationell leicht, gerade mal 237 g bringt es auf die Küchenwaage!Der Ersatz ist ein nicht allzu billiges Token, das ist immerhin 245 g leicht. Ihm zur Ehre gereicht, dass es vermutlich etwas mehr Moment aufnimmt, als das Original im woom. Die Achse ist 111 mm lang, dürfte aber kaum etwas ausmachen. Vielleicht sind die gedichteten Kugellager auch von besserer Qualität. Ein bisschen enttäuschend finde ich es ja schon, dass das woom-Lager nach vier Jahren schon langsam aufgibt. Na schauen wir mal, wie Jannika am Montag zur Schule radelt, wenn sie etwas weniger feste treten muss.

(swg)

Fürs dritte Kind muss Platz geschaffen werden. Normaler Weise bedeutet das, Dinge vor allem Auszusortieren und dem Moloch der Kleinanzeigen preis zu geben. Oder dem der grünen Tonne. Den Teil haben wir im Schlafzimmer schon recht gut erledigt. Wir haben unseren Kleiderschrank nach “passt”, “passt bald” und “hahaha” sortiert. So ist jetzt Platz für Babyklamotten und außerdem tatsächlich ein Schrankabteil frei geworden. Da wieder ein Beistellbett im Schlafzimmer Platz finden soll, kommen die Wäschekisten an des Schrankes Stelle.An der anderen Wand hatte ich die obere Kiste schon so. Das Problem ist jetzt, dass nun beide aufgehängt sind und man die obere Kiste zwar noch gut füllen kann, aber den Inhalt zum waschen schlecht herausbekommt. Außer, man könnte sie kippen, so zum Beispiel.Zwei Scharniere und die Ketten etwas länger, dann geht das.An den Kabelbindern kann man die Ketten anfassen und leichter einhängen. Schnell einfach, ein echter IKEA-Hack.

(swg)

Alina hatte ja gaming-Ambitionen, was mit meinem Spar-Rechner ohne dedizierte GPU einfach nicht geht. Ich hatte deshalb eine eGPU gekauft, mit der ihre Spiele gehen sollten. Getestet hatte ich das erfolgreich mit meinem Arbeitslaptop und dessen Thunderbolt-Anschluss unter Ubuntu-Linux. Jetzt muss die eGPU noch an meinem Rechner funktionieren, dem fehlt aber Thunderbolt. Eine PCIe-Karte ist meine einzige Chance.

Bei meinen Versuchen meinen PC sparsam und vor allem leise zu bekommen, wollte ich eine 120er Wasserkühlung einbauen. In meinem Cooltek Cube ist recht wenig Platz, aber wenn ich das ATX-Netzteil rausschmeiße, wäre dort genügend Raum für einen 120er Radiator mit Lüfter. Jetzt wird mein Intel core-i5 3470T mit 16 GB RAM und zwei SSDs von einem 120 W-Laptop-Netzteil und einer PicoPSU befeuert. Allein der Rausschmiss des Netzteils hatte sich schon als so effektiv in Sachen Lärm herausgestellt, dass ich auf den Einbau der Wasserkühlung erstmal verzichtete – auch wenn die Silent Loop 2 be quiet! schon da lag. Kein ATX-Netzteil: kein Lärm mehr. Der verbaute CPU-Kühler ist außerdem so dermaßen überdimensioniert, der hat kaum Schwierigkeiten die 45 W TDP der CPU im Griff zu behalten ohne groß den Lüfter hochzudrehen.

Genau der CPU-Kühler kommt mir jetzt beim Einbau der PCIe-Thunderbolt-Karte in die Quere.Würde ich allerdings die Wasserkühlung reinzimmern, ist genug Platz! Die Pumpe auf dem CPU-Wärmetauscher ist eher winzig und das Paket aus Lüfter und Radiator beansprucht weniger Platz als das ATX-Netzteil. Also muss die nun doch rein. Damit das halbwegs nach was aussieht, habe ich mir ein paar Bleche für mein Gehäuse machen lassen:Fast vier Wochen hab ich drauf gewartet, aber den Termin hat Emil Wirth auch so angegeben und am Freitag die Bleche pünktlich hier abgeliefert. Sehr geil und in den heutigen Zeiten schon nicht mehr selbstverständlich. Danke nochmal, die Teile passen perfekt, wie eine erste Anprobe gezeigt hat.

Der eine Winkel soll den Radiator da halten, wo das Netzteil war. Die neue Seitenwand hat einen ordentlichen Durchbruch für den Lüfter des Radiators. Und weil ich schon mal dabei war, hab ich einen Kartenleser in die Seitenwand integriert. Den kleinen Winkel dafür muss ich innen an die Seitenwand kleben.

Auch wenn der Radiator mit seinen zwei Lüftern etwas kleiner ist, als es das ATX-Netzteil war: Fummelei ist der Einbau trotzdem. Vor allem die zwei nur semiflexiblen Wasserschläuche zwischen Pumpe und Radiator sind tricky.Die Pumpe hab ich mit den Schläuchen nach oben montiert. Nach rechts würden die Anschlüsse an den RAM stoßen. Und so lassen sich die Schläuche in einer schönen Schlaufe von hinten in den Radiator legen. Es ist aber alles ziemlich eng. Nachträglich steckt man hier gar nichts aufs Bord, dann baut man den Radiator wieder aus.Der Lüfter drückt die Luft absichtlich durch den Radiator in den Rechner hinein; Ich hab Angst, dass mir sonst die Kondensatoren neben der CPU allzubald mangels Kühlung abrauchen.

Thunderbolt ist jetzt auch an Bord.Unter Linux wird die Karte erkannt, aber die eGPU startet nicht. Da fehlt vermutlich noch ein Stromkabel – muss ich erstmal noch nen Adapter für häkeln.

Immerhin: Die Wasserkühlung sorgt dafür, dass der Rechner bei 31°C idlet – bei 24°C Raumtemperatur. Beim re-encoden eines Films geht das rauf auf 36°. Mit dem Luftkühler hab ich da eher mal 65°C und mehr auf der CPU gesehen. Soweit also schon mal ein Erfolg.

(swg)

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