Archives for category: alltäglich

Alles stapelt sich gerade. Nicht fertig geschriebene Beiträge im Blog, sei es nun Italien-Urlaub, Ziegenwandern oder Alinas Wochenrückblicke aus der Unischule. Nichts davon will ich verlieren. Ich hab festgestellt, dass mir viele Sachen schon entfallen sind, wenn ich so im Blog zurück blättere. Ich überrasch mich selber mit meiner eigenen Vergangenheit. Ein bisschen schlimm fühlt es sich schon an, wie vergesslich man ist. Aber nicht zurückblättern zu können! Gut, ich wüsste ja nicht, was ich nicht aufgeschrieben habe, nur die Lücken würde ich eventuell doch bemerken. Das wäre wahrscheinlich noch schlimmer, als die eigene Vergesslichkeit zu erkennen.

Schleppend geht das Mäusestall-Terrarium voran; Nicht das ich hier Mist gebaut hätte. Aber die ganzen vielen Kleinigkeiten, die beim Einbau der Teile zu beachten oder nachzuarbeiten sind, die halten einfach ungemein auf. Für manches brauche ich die Tischkreissäge, dann heißt es den Kram in den Fahrradanhänger packen und auf zu meinen Eltern… Aber heute ist endlich alles notwendige eingebaut.Wenigstens werde ich wohl noch diese Woche die Scheiben beim Glaser bestellen können. Bis die abholbereit sind, können sich die Kinder am Innenausbau der neuen Mäusebehausung austoben.

Meine anderen Bastelprojekte ruhen dagegen: die RaspberryPi-Nextcloud für den Verwaltungsbeirat unserer Eigentümergemeinschaft harrt ihrer Fertigstellung – ich müsste den Softwarekram “bloß” mal zu Ende einrichten. Ach und die Akkus für deren USV bestellen. Verdammt.

Die Wartungsaufgaben am Womo stapeln sich noch. Ölwechsel ist fällig und dann muss es zum Camperservice. Der muss am Boden des Aufbaus einen alten Wasserschaden ausbessern: Als bei der alten Chemie-Toilette der Wasserzulauf undicht wurde, war das Anlass sie rauszuschmeißen. Trenntoilette rocks!

Finanzkram stapelt sich. Steuererklärung ist zwar nicht soo schlimm, aber drei/vier Abende sind mit sowas auch schnell gelaufen. Außerdem hat der Finanzer-Termin ein paar Umschaukeleien bei Versicherungen und so beschert. Noch dazu bin ich beim Aufräumen über mein altes Depot gestolpert. Damals, zu Studentenzeiten, war gerade Kleinanleger-Hype, logisch war ich dabei. Immerhin ist das Depot nicht völlig wertlos geworden und die Dividenden haben das angehängte Girokonto etwas befüllt, wenn auch nicht viel. Bloß den Zugang muss ich mal reaktivieren, mehrere Verfahrensumstellungen hab ich schlicht verpennt…

Mit atemberaubender Geschwindigkeit rast auch Jannikas Schuleinführung heran. Da stapeln sich Schulzeugbesorgungen und Basteleien, wie die Zuckertüte. Und der Orga-Kram, damit auch die ganzen alten Leute die Feier als angemessen empfinden. Wobei es Jannika viel mehr darauf ankommt, das Solveig – ihre Cousine – mit ihr feiert. Die kommt auch in die Schule. Da kann ich mir den Aufwand zum Glück mit meinem Bruder teilen, zumindest auf unserer Seite der Familie.

Naja und Wäsche stapelt sich immer; Ist sicher nichts neues.

Wie machen das andere eigentlich so?

(swg)

EselwandernItalien 2022

Es ist ein Morgen mit ganz eigener mystischer Stimmung; Wolken hängen tief im Aterno-Tal und der Blick aus unseren Turmfenstern reicht kaum bis zu dessen Fuß.Wie von Zauberhand (Alessio war’s) ist alles nötige fürs Frühstück in der Küche aufgetaucht. Wir lassen uns viel Zeit, wir haben ja unseren Pausentag und müssen heute nicht wandern.Die Sonne vertreibt die Wolken aus dem Tal, was allein schon ein Schauspiel für sich ist. Das ganze Tal dampft im goldenen Licht der Morgensonne.Damit die Esel nicht in ihrem Gehege versauern und nur Heu zu fressen kriegen, unternehmen wir einen ausgiebigen Mampf-Spaziergang mit ihnen. Das Gepäck bleibt im Turm, wir packen uns nur einen Tagesrucksack mit den Lunchpaketen.

Spät nach dem Frühstück geht es hinunter zu den Eseln, unterhalb der Stadtmauer. Die zwei gucken zwar, widmen sich aber gleich wieder ihrem Rest-Heu. Ein bisschen Fellpflege und Hufe auskratzen und wir können ins Tal starten.Unser Ziel ist der Aterno selbst, irgendwo wird sich ein Wiesenfleck finden, den die Esel abweiden dürfen.

Unterwegs zeigt sich, dass das frische Gras wohl doch sehr viel leckerer ist, als trockenes Heu. Energisch wird am Strick gezerrt und der Eseldickkopf durchgesetzt.Naja meist folgen uns die Esel dann recht schnell wieder. An der restaurierten alten Wassermühle finden wir ein nettes Plätzchen direkt neben der Römerbrücke.Wir lümmeln uns auf eine Bank, die Esel haben wir an die Langleine gelegt, da können sie nach Herzenslust Gras mümmeln. Nach ungefähr 1½ Stunden brechen wir nochmal auf, nicht das uns die Esel noch platzen – und ein bisschen Bewegung tut uns sicher allen gut. Für die Esel ist es diese Jahr auch die erste Wanderung und genau wie Menschen können sie Muskelkater kriegen. Dagegen hilft am Besten etwas mehr Bewegung.Mit einiger Belustigung stellen wir fest: unsere Esel sind wasserscheu! Durch die Pfütze gehen sie partout nicht, nur außen rum. Aber d’raus saufen, das geht.Wir haben uns bei unserem nächsten Ziel etwas verschätzt, es ist weiter weg als gedacht. Aber vielleicht finden wir vorher noch eine schöne Pausenwiese. So meandern wir erstmal weiter um Pfützen herum.Und dann finden Rosa und Ambra eine besonders schöne Stelle auf dem Weg.Zufrieden prustend und schnaubend kommen unsere Esel wieder auf die Beine. Nochmal kräftig schütteln, dass es staubt, dann kann es weiter gehen.An einer Wartungsbrücke für die Bahntrasse auf der anderen Seite des Aterno finden wir eine Wiese Die Esel bekommen einen Eimer Wasser geschöpft, aber eigentlich interessieren sie sich nur für Gras und Kräuter.Es ist einfach nur schön, den Eseln so zuzugucken, hat was beruhigendes.Gegen Langeweile haben wir aber auch noch ein Buch mitgenommen: Petronella Apfelmus lassen sich die Kinder derzeit mit großer Begeisterung vorlesen.

Da unsere Lunchpakete erschöpft sind, machen wir uns auf den Rückweg. Kurz zusammenpacken, dann geht’s los.Die eine Stelle auf dem Weg – ihr wisst schon – da muss sich Rosa gleich nochmal hinschmeißen.Ambra hat nur höflich gewartet, bis Rosa fertig ist.Zwischen unseren Eselspuren haben wir auf dem Weg noch jemand anderes’ Spuren gefunden. Ist ein Dachs gewesen, oder was meint ihr?Fontecchio kommt schneller in Sicht, als gedacht – Rückwege scheinen immer irgenwie kürzer.Die Esel gehen wieder in ihr Gatter – natürlich nicht ohne Hufkontrolle. Dann winken wir “bis morgen” und steigen zu unserem Turm hinauf. Immerhin werden unsere Esel heute nicht nass.

(swg)

PS: Haben wir gedacht – die Esel wurden doch noch beregnet, arme Esel.

EselwandernItalien 2022

Wir sind überraschend zeitig von unserem Zeltplatz “Led Zeppelin” aufgebrochen; Der Kram war schnell verstaut, entsorgen, bezahlen und schon rollen wir die Autobahn A14 die Küste runter.Von Pescara wenden wir uns ins Landesinnere – allerdings haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp. Angesichts der nicht mehr soo sommerlichen Temperaturen brauchen die Kinder noch ein paar wärmende Fließjacken. Decathlon verspricht zu haben was wir suchen, und es liegt an der Strecke. Für mich ist sogar noch eine Regenpelle drin. Vielleicht keine allzu schlechte Idee, meine Radfahr-Regenpelle hab ich zu Hause nicht gefunden; Außerdem soll das Wetter unbeständiger werden. Unsere Kundenkarte funktioniert hier sogar – warum eigentlich auch nicht?! Fühlt sich trotzdem komisch an.

Auf der A25 nach Westen, hinein in die Berge protzen die Abruzzen mit Bergen und Wolken.Kühn kurvt die Autobahn durch Tunnel und über endlose Brücken. Die Steigung ist heftiger, als man aus den Bildern erkennen kann: Teils sind nicht mehr als 60 km/h mit dem ollen Duc drin.Dennoch sind wir viel zu früh in Goriano Valli: Es ist erst Mittag. Da wir erst nachmittags erwartet werden, überbrücken wir mit Essen. Und einem Anruf bei Saskia: Wir verabreden uns für 14:00 Uhr auf der Piazza in Goriano Valli. Die Kinder sind völlig hibbelig und wollen vor allem Esel sehen. Erstmal werfen wir unseren Kram in die Ferienwohnung.Aber dann! Dann dürfen wir die Esel besuchen gehen. Das Gehege liegt etwas außerhalb von Goriano Valli.Es sind da Hunde, hat Saskia noch gesagt. Selbst wenn die bellen, kurz warten, die sind ganz lieb. Aha. Ist man sich bei so einem Kaliber nicht so sicher, wenn der bellend auf einen zugelaufen kommmt.Stimmt aber wirklich, Bessie will einfach nur ordentlich gekrault und gestreichelt und geknuddelt werden.Die Esel sollen natürlich nicht zu kurz kommen – das ist gar nicht so einfach, wenn sich ein großer Hund immer dazwischen drängelt.Mit Ausdauer kommt man aber an Bessie vorbei und an die Esel heran.Die grauen Langohren sind neugierig, sehr zutraulich und lassen sich nur allzu gerne kraulen und sogar knuddeln.

Ich hab jedenfalls ‘ne neue Freundin gewonnen.So kuschelig es hier ist, in der Ferienwohnung warten noch Aufgaben auf uns: Wir müssen unser Womo plündern und die Wanderrucksäcke packen. Saskia stellt uns alte Armeerucksäcke; Je zwei werden den Eseln aufgeladen – die dürfen zusammen aber 15 kg je Esel nicht überschreiten. Sollte kein Problem sein, so viele Klamotten nehmen wir nicht mit – und den Technik-Kram trage ich zur Sicherheit lieber selbst.

Später wird Saskia uns noch Abendessen auftischen: Brot, Schinken, Käse, Safran-Nudeln und für die Kinder Spaghetti Bolognese. Das wird sehr lecker gewesen sein ;)

(swg)

Es ist Herbst und es ist die beschissenste Zeit für Radfahrer. Indirekt liegt das am nasskalten Wetter. Persönlich stört mich das nicht – mein größter Feind ist Wind, der Rest ist mir Schnuppe; Schlechtes Wetter ist ein Problem falscher Kleidung. Es ist eher so, dass jetzt die ganzen Schönwetterradler sich wieder in ihre anderthalb Tonnen Blech quetschen und überrascht feststellen, das der Verkehr ja so unglaublich zugenommen hat. Natürlich muss man trotzdem und am allerschnellsten von allen am Ziel sein. Also wird rücksichtslos gedrängelt und extremst knapp überholt. Ist auch scheißegal, wer da auf dem Fahrrad sitzt, nicht mal Schulkinder werden geschont. Wenn man sich dann als Radfahrer beschwert kann man sich aber was anhören. Diese Woche war ich schon ein “Kommarandu Spaßt” und “Lernema Farradfahn” – was es nicht alles für Vögel gibt. Bleibt zu konstatieren, dass Menschen Arschlöcher sind, motorisierte im Besonderen.

(swg)

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