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Der Urlaub rückt näher und woran es dem Wohnmobil immer noch gebricht, ist ein funktionierendes Bad. Damit Maria und ich freie Hand haben, sind die Kinder an Oma verkauft. So haben wir das ganze Wochenende, um zu sägenund um zu klebenund um zu bohrenund um zu fräsen.
Gestern hat Maria schon das Bad fertig geweist.Langsam – sehr langsam – nimmt das Bad Gestalt an.Trotzdem ist das Ziel in zwei Wochen losfahren zu können mindestens sportlich. Die Wand und ihre Verkleidung lassen sich zum Beispiel sehr viel schwieriger verkleben, als ich mir das vorgestellt hatte.Naja, bleiben wir einfach optimistisch. Und fleißig.

(swg)

Als ich mit dem Umbau der Nasszelle im Wohnmobil anfing, war die noch viel größer geplant. Im Harzurlaub hatten wir die Trenntoilette ausgiebig getestet, ich hatte extra einen Prototypen gebaut. Das System hat sich super bewährt! Nie wieder würde ich eine Chemietoilette in betracht ziehen! Und uns ist aufgefallen, dass die vorhandene Zelle – ohne Dusche – eigentlich reicht. Mit einem Wasservorrat von nur 100 L duscht man auch nicht ausgiebig, das passiert eher mal so aus der Not heraus.

Gut, ich hatte leider schon eine Duschtasse als neuen Boden der Nasszelle bestellt. Dann hat sich der Plan geändert und das Teil stand jetzt lange in den Kleinanzeigen und uns im Weg. Endlich hat sich jemand erbarmt und das Ding gekauft: lustiger Weise mit dem selben Ansinnen, wie ich.

Natürlich muss die Duschtasse versendet werden. In dem Format kann man das nur noch mit Hermes, der nächste Shop ist aber drei Kilometer weg. Einsatz für den Lastenanhänger :)Danach geht’s in die Holzwerkstatt, weiter an der neuen Badeinrichtung basteln. Den Korpus der Trenntoilette hab ich fast fertig.

(swg)

Wer hat eigentlich die Behauptung aufgestellt, Camper seien Naturliebhaber?! Man ist “draußen am Busen der Natur”, verzichte “auf so einiges” und genieße “die Freiheit”.

Was bei der Ankunft von Campern auf Campingplätzen – nach Vorzelt, Teppich und Stühlen – aufgestellt wird, ist die Satschüssel. Akribisch wird justiert, bis das Abendprogramm gesichert ist. Dann werden Bluetooth-Brüllwürfel verteilt und die Dauerbeschallung mit dem nächstblödesten Gute-Laune-Radio beginnt. Die Natur soll mal die Fresse halten, wir sind lauter. Riesengrill, Bierkühler, Liegestühle, Zaun für’n Fußhupen-Hund – was man eben sonst auch so in der freien Natur findet.

Dann rollt ein Ami-Ford auf den Platz, mit blubberndem V8. Er büßt sofort sämtliche Coolnesspunkte ein: Seine Klimaanlage rauscht, wie ein Windkanal. Auch in der abendlichen Kühle.

Von der Idee, Natur zu genießen, könnten Camper auf einem Campingplatz weiter nicht weg sein. Man verteilt sein Wohnzimmer auf einem Rasenstück und setzt sich in seinen gewohnten Muff. Alltag nur anderswo.

“Dann fahr da halt nicht hin”. Werde ich auch möglichst nicht. Dieses Jahr hat die Zeit nur einfach nicht gereicht, wirklich das Weite zu suchen.

Immerhin, auf höfliche Nachfrage ist die Klima heute Nacht dann aus. Danke dafür.

(swg)

Ich hatte schon befürchtet, dass ich die Fahrräder nicht mit in den Urlaub bekomme. Dem alten Träger traue ich mich kaum noch ein Fahrrad aufzuschnallen, ein Rohr ist im Gelenk eingerissen.

Ein bekannter Campingausrüster hat mir letzten Dienstag das riesige Paket mit dem Fiamma Carry Bike Pro geliefert. Samstag stand ich dann mit Werkzeug bewaffnet auf dem Parkplatz. ‘Erstmal alles auspacken, ehe Du hier irgendeine Schraube löst’, dachte ich. Gut so. Im Paket lag der Carry Bike Pro C, dessen Haltebügel lediglich 40 – 50 cm hoch ist. Am Duc ist aber der Pro mit 80 – 150 cm montiert – neue Löcher mach ich auf gar keinen Fall in die Rückwand. Zumal ich ja nicht weiß, wo Verstärkungen drin sind. Fetzt. Alles wieder eingepackt, angerufen, Ersatzlieferung vereinbart. Ob das rechtzeitig klappt? Samstag soll’s in den Urlaub gehen. Wareneingangskontrolle sollte man halt nie vernachlässigen…

Respekt, das Paket ist heute am Dienstag da und meine arme, alte Nachbarin hat’s wieder abgekriegt. Danke. Und nu aber ruff off’n Parkplatz. Nach knapp zwei Stunden gewissenhaften Bohrens und Schraubens ist es vollbracht.

Viel ist vom alten Träger nicht übrig. Zwei der alten Schienen hab ich auf den neuen Träger verpflanzt.

Und es war höchste Eisenbahn, ich hab den alten Träger richtig eingeschätzt.Das hätte zu einer Verkehrsmeldung auf der nächsten Fahrt gereicht.

(swg)