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Vermutlich sind all Eure guten Vorsätze fürs neue Jahr sowieso längst verpufft. Und wenn nicht, starte ich jetzt eine kalorienreiche Offensive.

Was wäre dazu besser geeignet, als Kekse? Richtig süße Kekse? American Chocolate Chip Cookies, etwas knusprig, mit dem typisch weichen Biss, ordentlich süß mit einer herben Note durch den unraffinierten Rohrzucker.

Zutaten
2 Eier
100 g unraffinierter Rohrzucker
150 g weiche Margarine
200 g 550er Weizenmehl
200 g weißer Zucker
1 TL grobes Salz
100 g feine Haferflocken
200 g Chocolate Chunks
1 Pck Backpulver

Versprudelt die zwei Eier und schlagt sie mit dem Rohrzucker schön schaumig. In einer zweiten Schüssel vermischt ihr die restlichen trockenen Zutaten und gebt sie zusammen mit der weichen Margarine zum Ei-Zucker-Schaum. Verknetet alles zu einem Teig. Durch die Margarine wird der Teig sehr weich und klebrig.

Mit einem Löffel nehmt ihr Portionen von knapp 50 g und verteilt sie auf einem Blech. So müsstet ihr auf etwa 24 Cookies kommen.Lasst ordentlich Platz zwischen den Häufchen, sonst bekommt ihr einen blechgroßen Riesencookie. Bei mir passen gerade mal acht auf ein Blech.Gebacken wird bei 180°C Umluft ca. 10 bis 12 Minuten lang. Wenn der Rand der Cookies anbräunt, sind sie fertig.Nach dem Backen sind sie noch sehr weich und müssen erst abkühlen. Aber dann hat man herrliche amerikanische Cookies mit diesem typisch weichen Biss.

(swg)

Marias Geburtstag erfordert natürlich auch eine Kuchenrunde auf Arbeit. Was immer gut ankommt, ist mein Russischer Zupfkuchen. Außerdem hat eine Ihrer Kolleginnen nach dem Rezept gefragt: Ich hab’s ja gar nicht im Blog! Das sei hiermit mal nachgeholt.Russischer ZupfkuchenZutaten
Für den Teig
300 g Mehl
1 TL Backpulver
30 g Back-Kakao
1 Ei
150 g Zucker
150 g weiche Butter
1 TL Butter zum Ausfetten
20 g Semmelbrösel zum Bestreuen
 
Für die Füllung
4 Eier,
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker,
750 g Magerquark,
1 EL Weizenstärke
bis 120 g flüssige Butter
 
Backen:
50 min bei 180°C Umluft backen
Man macht es sich leichter, wenn die Zutaten Raumtemperatur haben. Das Mehl und den Kakao ineinander sieben (wirklich! Kakaoklümpchen kriegt man nicht weggerührt!) und mit Backpulver vermischen. Butter, Ei & Zucker dazu und das ganze zu einem festen Teig verkneten. Im Kühlschrank darf der jetzt ca. eine Stunde ruhen – wenigstens halbwegs durchgekühlt sollte er sein.
 
Auf dem gefetteten und mit Semmelbrösel bestreuten Boden einer Springform rollt man ca. ¼ des Teiges dünn aus. Das zweite Viertel zieht man als Rand in der Springform hoch.
 
Ich mag Käsekuchen, wenn er eher locker-fluffig ist und nicht so eine feste Masse. “Schwer” ist sowas eh schon, der hier ist keine Ausnahme: 270 g Butter & 300 g Zucker! Deshalb trennt man für die Füllung die vier Eier. Die Eigelb und den Zucker & Vanillezucker schlägt man ordentlich und lange schaumig. Mit einem Löffel rührt man den Quark und die gesiebte! Speisestärke (Klümpchenalarm!) unter. Die flüssige Butter wird noch eingerührt – man kann weniger nehmen, sie sogar ganz weglassen (hab sie mal vergessen, schmeckte auch). Und jetzt kommt der Grund für die Fluffigkeit: Die Eiweiß werden separat aufgeschlagen und zum Schluss mit einem Löffel unter die Füllung gezogen. Ab damit in die Springform. Die zweite Hälfte des Teigs wird in Bröckchen gezupft und auf der Füllung verteilt.

Bei 180°C im vorgeheizten Umluftofen wird der Zupfkuchen 50 min gebacken. Er kommt dabei ein wenig hoch und fällt beim Abkühlen wieder etwas zusammen. Passt aber so. Schmecken lassen!

(swg)

Weihnachten naht, palettenweise versperren Hohlkörper aus Schokolade die Gänge der Kaufhallen und Lawinen von Christstollen begraben Regalreihen. Dazwischen marodieren Leb-/Pfefferkuchen aus verschiedensten dafür bekannten und nicht bekannten Städten. Es ist nicht zu übersehen, Weihnachten naht. Aber wer bin ich, mir Weihnachten durch profanes Kaufen fertiger Produkte in meine Stube werfen zu lassen?! Selber machen ist wieder im Kommen! (Außerdem hat Mutter “nö” gesagt, muss ich also selber ran)
Der Feiertag ist wie geschaffen dafür, die eigene Küche in ein absonderlich Schlachtfeld zu verwandeln. Nach meinem ersten Versuch Stollen zu backen vom letzten Wochenende ist heute wieder genau die richtige Laune beim Aufstehen dafür.Stollen backen
Das Rezept für einen Stollen ist einfach (Die Zutaten sollten auf Zimmertemperatur sein, dann lassen sie sich leichter verarbeiten):
Zutaten
500g Mehl
100g Zucker
300g Rosinen
evtl. Rum zum Einlegen
40g Hefe
5g Salz
50g Schweineschmalz
50g Butter
50g Butterschmalz
50g Zitronat
50g Orangeat
½ ungespritzte Zitrone (Saft und Schale)
oder fertig geriebene Zitrone aus der Tüte
25g bittere Mandeln
40g süße Mandeln
1 Päckchen Vanillezucker
200ml Milch
Nach dem Backen: ½ Stück Butter &
½ Päckchen Puderzucker
In etwas lauwarme Milch wird die Hefe gebröselt und aufgelöst. Das Mehl wird in eine Schüssel gesiebt und in die Mitte eine Vertiefung gedrückt. In die Vertiefung im Mehl wird die aufgelöste Hefe geben und von der Mitte aus wird etwas Mehl dazugerührt, dass ein kleiner Teig entsteht. Diesen Vorteig bestäubt man mit etwas Mehl und läßt ihn eine halbe Stunde gehen.
In der Zwischenzeit können die anderen Zutaten vorbereitet werden: die bitteren und süßen Mandeln abziehen und hacken und die Rosinen, wenn nötig waschen (sonst wird der Teig evtl. unansehnlich braun). In letzter Zeit sind mir allerdings Rosinen über den Weg gelaufen, die bereits sehr sauber sind. Außerdem noch die Zitrone auspressen und die Schale reiben¹.
In den aufgegangenen Vorteig werden jetzt alle Zutaten eingeknetet. Der Teig muss am Ende fest, darf aber nicht zu derb sein. Mit der Zugabe der Milch sollte man vorsichtig sein und tatsächlich nur den Rest der 200 ml zugeben. Ist der Teig nicht fest genug, läuft er beim Backen breit. Er muss jetzt wenigstens zwei Stunden gehen, besser lässt man ihn über Nacht in Ruhe.

Backen: den aufgegangenen Teig zusammenstoßen und eine schmalen Rolle auf dem gefetteten Backblech formen. Die Rosinen auf der Oberfläche sollten abgelesen oder reingedrückt werden, da sie sonst im Ofen verbrennen. Die Rolle wird längs einen Zentimeter tief eingeschnitten und muss noch einmal zehn Minuten ruhen. In der Zeit kann der Ofen vorgeheizt werden: 160°C genügen, bei Umluft sogar etwas weniger. Nach knapp einer Stunde sollte der Stollen hellbraun und fertig sein. Den heißen Stollen mit einer Gabel an verschiedenen Stellen einstechen.

Verschiedenen Rezepte verlangen, den Stollen jetzt mit (einem halben Stück) zerlassener Butter einzupinseln und mit dem Puderzucker einzustäuben. Da ich den Stollen aber lieber länger als zwei Wochen reifen lasse (er ist dann einfach besser durchgezogen), könnte es passieren, dass die Butter ranzig wird. Die längste Lagerzeit bisher bei einem Stollen war 1 Jahr – natürlich unverdorben, da ohne Butterbehandlung. Gut verpackt war er einfach in der kühlen Vorratskammer vergessen worden.

Nachdem der Stollen einen Tag lang ausgekühlt ist, wird er in Butterbrotpapier gewickelt und in einer Folietüte verschlossen. Kühl (10-18°C) und trocken lasse ich den Stollen vier Wochen in Ruhe. Ein paar Tage vor dem Anschnitt wird er wie oben beschrieben mit Butter und Puderzucker behandelt.

¹ Noch etwas zu dem Rezept: Ich glaube, die fertig geriebene Zitrone aus der Tüte ist besser, als die frisch ausgepresste und deren geriebene Schale. Letztes Jahr war es mal passiert, dass ein Teig nicht ordentlich aufgehen wollte, und ich meine, es lag an etwas zu viel Zitronensäure -sie scheint die Hefe zu behindern. (swg)

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