Unsere Eselorganisatorin hatten wir schon aus Ancona angerufen, um unsere Ankunft vorauszusagen. Wir kommen ein bisschen zu spät auf der Piazza an, was daran liegt, dass unser Navi uns einen Feldweg durchs Tal geschickt hat, den es als Straße kannte.

Es ist ziemlich viel los auf der Piazza, viele Kinder spielen hier. Eine zierliche blonde Frau um die dreißig begrüßt uns: Saskia. Die vielen Menschen auf der Piazza erklärt sie uns direkt: Ferien. Eltern und Kinder aus der Stadt besuchen die Verwandschaft.

Wir bekommen etwas Kühles aus der Bar an der Piazza spendiert. Dabei wird uns auch gleich unser heutiger Gastgeber vorgestellt Luca: Schlank, Pferdeschwanz und ein Lächeln im braungebrannten Gesicht. “Dinner at eight?” “Ok.” Essen ist geklärt. Englisch können erstaunlich viele hier.

Ganz kurz verabreden wir, wann wir uns morgen treffen. Anschließend bringt uns Saskia zur Ferienwohnung für heute Nacht. Dahinten rechts ist die Tür.

Wir haben ein Schlafzimmer mit riesigem Bett, ein modernes Bad und eine große Wohnküche. Herrlich.

Wir laufen noch eine kleine Runde durch Goriano Valli. Es ist ein richtiges Bauerndorf, abgelegen in den Bergen.

Hunde bellen aus Höfen, Hühner gackern in Gehegen. Hübsch, wir kehren zurück.

Luca sorgt für’s Abendessen heute. Lecker Pasta, duftende Hähnchenschenkel in Salbei und am Ende ein Eis. Großartig.

Wir packen schnell noch unsere Wanderklamotten in zwei von Saskia gebrachte Rucksäcke. Machen sich besser auf dem Esel, sagt Saskia. Müde, aber gespannt auf den nächsten Tag, fallen wir in unser Bett.

(Maria, swg)