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Seit fast zehn Jahren vernachlässige ich nun schon Sport. Nicht gucken sondern machen, meine ich. Viel schwimmen war ich früher, skaten, im Winter Eislaufen. Geblieben ist nur das Radfahren auf allen Wegen des Alltags. Mit Kindern hatte sich Sport treiben zunehmend schwieriger gestaltet. Natürlich ist das nicht deren Schuld, aber man setzt halt andere Prioritäten. Es ist viel einfacher etwas zu lassen, denn es zu tun und so hab ich das Schwimmen immer öfter einfach ausgelassen. Im Babyalter war es etwas einfacher, sich mal für 1½ Stunden abzuseilen. Aber wenn die Kleinen größer werden fordern sie natürlich auch ihren Teil an Beschäftigungszeit. Spätestens mit der Geburt von Jannika war es mit Sport fast ganz vorbei.

Mein letzter Arbeitgeber-Wechsel hat außerdem die sehr langen Pendelzeiten weggefallen lassen. Von Nossen aus hab ich wenigstens ab und an die Rückfahrt als Trainingsstrecke mit dem Fahrrad benutzt. Aber jetzt? Keine 10 min mit dem Drahtesel und ich sitz‘ auf meinem Stuhl. Corona hat das Übrige getan, aus dem Homeoffice ist man vielzu bequem, um überhaupt vor die Tür zu gehen – mal abgesehen von einer kurzen Episode Mittagspausen-Jogging.

Ich muss der Tatsache ins Auge blicken und eingestehen: Ich bin fett geworden, 80 Kilo! Es ist so schlimm, dass ich beim vorgebeugten Sitzen meinen Bauch am Brustkorb drücken spüre – das ist vielleicht ein besch*nes Gefühl!! Jetzt ist auch die Beweglichkeit so weit weg, dass ich nur noch gerade so mit den Fingerspitzen meine Zehen erreiche. Und ich hab mich mal auf’m Spielplatz so richtig blamiert: Der Hüftaufschwung an der Reckstange wollte einfach nicht mehr gelingen. Alter Falter, wie ist mir das bloß passiert?!

Im Prinzip könnte ich einfach wieder schwimmen gehen. Im Prinzip. Die Überwindung am Ende des Arbeitstages ist aber so furchtbar groß, dass ich doch lieber nach Hause radel – die Schwimmhalle liegt in der anderen Richtung. Zum Frühschwimmen könnte ich mich viel eher motivieren, aber der Tag wäre danach gelaufen: Schwimmen – und damit meine ich nicht als Tratschboje in der Bahn zu dümpeln, nein, richtiges schwimmen, Bahnen kraulen, stumpf und viele, richtiges schwimmen also – ist wahnsinnig anstrengend. Danach müsste ich eine Weile ruhen. Bei aller Freiheit bei Deveritec käme es wohl trotzdem nicht gut an, wenn ich unterm Tisch ein Vormittags-Nickerchen mache.

Scheinbar habe nicht nur ich das Ftiness-Problem, denn Anfang des Jahres gab es eine Nachricht im Slack-Channel: „Wir haben hier 20 Armbändchen. Wer möchte holt sich eins und kann damit oben ins Fitnessstudio gehen. Sooft er/sie will.“ Man war überrascht, wie viele sich schnell ein Bändchen geholt haben. Mit einer Pause in der Elternzeit hab ich das jetzt erstmal durchgezogen: Mein Ziel ist, zwei Mal die Woche an die Geräte zu gehen und einmal zum Schwimmen. Gut, das mit dem Schwimmen klappt nicht, dafür geh ich einfach noch ein drittes Mal ins Fitness-Studio.

Ich bin kein so großer Fan vom Fitness-Studio. Es ist auf eine gewisse art ziellos, was man da macht, kein „richtiger“ Sport. Man erreicht nichts als den Aufbau von Muskelgruppen, aber man läuft/schwimmt nicht eine Strecke messbar schneller oder länger – ok, bis man es versucht. Aber genau das macht man ja da nicht, oder? Wie dem auch sei, es sorgt wenigstens dafür, dass ich nicht noch weiter abbaue und ich kann das offenbar durchhalten: Es ist überhaupt keine Hürde, da hoch zu gehen, ‚machen‘ ist ganz einfach. Die für mich beste Zeit dafür ist übrigens offenbar früh: Kinder mit dem Fahrrad in die Schule begleiten, Kram am Schreibtisch ablegen und mit der Sporttasche rauf. Ein sehr schöner Nebeneffekt: Danach bin ich definitiv wach, ich bin ein Frühsport-Typ.

(swg)

Alles stapelt sich gerade. Nicht fertig geschriebene Beiträge im Blog, sei es nun Italien-Urlaub, Ziegenwandern oder Alinas Wochenrückblicke aus der Unischule. Nichts davon will ich verlieren. Ich hab festgestellt, dass mir viele Sachen schon entfallen sind, wenn ich so im Blog zurück blättere. Ich überrasch mich selber mit meiner eigenen Vergangenheit. Ein bisschen schlimm fühlt es sich schon an, wie vergesslich man ist. Aber nicht zurückblättern zu können! Gut, ich wüsste ja nicht, was ich nicht aufgeschrieben habe, nur die Lücken würde ich eventuell doch bemerken. Das wäre wahrscheinlich noch schlimmer, als die eigene Vergesslichkeit zu erkennen.

Schleppend geht das Wüstenrennmaus-Terrarium voran; Nicht das ich hier Mist gebaut hätte. Aber die ganzen vielen Kleinigkeiten, die beim Einbau der Teile zu beachten oder nachzuarbeiten sind, die halten einfach ungemein auf. Für manches brauche ich die Tischkreissäge, dann heißt es den Kram in den Fahrradanhänger packen und auf zu meinen Eltern… Die Lüftungsgitter hatte ich schon vor einer Weile lasern und abkanten lassen.Pretec aus Dresden-Heidenau hat das recht unbürokratisch erledigt. Zeichnungen hingeschickt, Angebot bekommen und eine Woche sowie 200,- € später konnte ich die beiden Lüftungsgitter Abholen. Zwischenzeitlich hab ich den Schieber gefertigt, der als Einstreu-Kiste unten dient. Der Kram muss endlich mal reinmontiert werden.Heute ist endlich alles notwendige eingebaut.Wenigstens werde ich wohl noch diese Woche die Scheiben beim Glaser bestellen können. Bis die abholbereit sind, können sich die Kinder am Innenausbau der neuen Mäusebehausung austoben.

Meine anderen Bastelprojekte ruhen dagegen: die RaspberryPi-Nextcloud für den Verwaltungsbeirat unserer Eigentümergemeinschaft harrt ihrer Fertigstellung – ich müsste den Softwarekram „bloß“ mal zu Ende einrichten. Ach und die Akkus für deren USV bestellen. Verdammt.

Die Wartungsaufgaben am Womo stapeln sich noch. Ölwechsel ist fällig und dann muss es zum Camperservice. Der muss am Boden des Aufbaus einen alten Wasserschaden ausbessern: Als bei der alten Chemie-Toilette der Wasserzulauf undicht wurde, war das Anlass sie rauszuschmeißen. Trenntoilette rocks!

Finanzkram stapelt sich. Steuererklärung ist zwar nicht soo schlimm, aber drei/vier Abende sind mit sowas auch schnell gelaufen. Außerdem hat der Finanzer-Termin ein paar Umschaukeleien bei Versicherungen und so beschert. Noch dazu bin ich beim Aufräumen über mein altes Depot gestolpert. Damals, zu Studentenzeiten, war gerade Kleinanleger-Hype, logisch war ich dabei. Immerhin ist das Depot nicht völlig wertlos geworden und die Dividenden haben das angehängte Girokonto etwas befüllt, wenn auch nicht viel. Bloß den Zugang muss ich mal reaktivieren, mehrere Verfahrensumstellungen hab ich schlicht verpennt…

Mit atemberaubender Geschwindigkeit rast auch Jannikas Schuleinführung heran. Da stapeln sich Schulzeugbesorgungen und Basteleien, wie die Zuckertüte. Und der Orga-Kram, damit auch die ganzen alten Leute die Feier als angemessen empfinden. Wobei es Jannika viel mehr darauf ankommt, das Solveig – ihre Cousine – mit ihr feiert. Die kommt auch in die Schule. Da kann ich mir den Aufwand zum Glück mit meinem Bruder teilen, zumindest auf unserer Seite der Familie.

Naja und Wäsche stapelt sich immer; Ist sicher nichts neues.

Wie machen das andere eigentlich so?

(swg)

Es ist eine Krux mit der Zeit. Zu wenig davon hat man immer genug. Nicht, dass ich nichts zu bloggen hätte, aber wenn ich bloggen würde, hätte ich nichts zu bloggen, weil Zeit für die ganzen anderen Dinge fehlte…

Vorneweg etwas, zu dem wir kaum mehr als Wasser beitragen müssen: Unsere Königin der Nacht blüht gerade – etwas früher als sonst im Jahr. Viele Blüten hat sie wieder, aber beglückt uns diesmal alle paar Tage einzeln statt geballt wie letztes Jahr. Königin der NachtKönigin der NachtCorona hat uns gezeigt, dass wir einen richtigen – und arbeitsschutzgerechten – Büroplatz brauchen. Bei vier Zimmern auf 76 m² bleibt da nicht so viel Platz, oder besser gesagt keine Wand übrig, vor die man einen genügend großen Tisch stellen könnte. Deswegen gibt es jetzt die Ausziehvariante im Schlafzimmer.SchreibtischSchreibtischSchreibtischSchreibtischDie Maße stellen den Arbeitsschutz zufrieden, der Bürostuhl hat auch im eingeklappten & -geschobenen Zustand Platz.SchreibtischSchreibtischUnd der Ausblick fetzt doch, oder?! Jaja, ich weiß, Monitor vorm Fenster ist vom Arbeitsschutz nicht gerne gesehen. Aber man soll ja immer mal die Augen vom Bildschirmgucken mit einem Blick in die Ferne ausruhen ;)

Und mein Herzensprojekt materialisiert sich gerade. Klar kann man mit dem Chariot auch sperrige Sachen transportieren.Solange man mit den Kindern vom Ikea zurückradelt ist die Kopflastigkeit der Fuhre auch kein Problem, schnell ist man ja nicht. Schön geht aber anders: Ein richtiger Lastenanhänger soll her. Selber entworfen.Item soll die Profile liefern. Beim Dachträger auf dem Womo habe ich das ja schonmal realisiert. Hier nun also eine Fusion aus einigen Chariot-Teilen aus einem Schrotti für billig Geld und sackteurem hochwertigem, stranggepresstem Aluminiumprofil von Item. Damit sollte der Rahmen leicht sein, drauf passt eine 80 x 60 Eurobox.

Das CAD, was ich hier verwende, ist FreeCAD. Vor zwei oder drei Jahren hatte ich es probiert und für mich war es nicht benutzbar. Inzwischen ist das Projekt auf einem ganz großartigen Stand angekommen. Es beherrscht Assemblys und es gibt Blechbearbeitung. Das Part Design ist auf einem ziemlich komfortablen stand. Wenn man schonmal irgendein CAD bedient hat: funktioniert.

Vom Womo oder dem Bus, dem Umzug der Webseite, meiner NAS fang ich mal gar nicht erst an. Aber immerhin hab ich mal wieder gebloggt.

(swg)

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