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Irgendwas muss zu Abend gegessen werden, also schauen wir uns im Hafen um. Das Hiddenseer hat einen windschutz draußen stehen, und wir frieren uns beim Shietwetter nicht die Hintern ab. Ach guck, Ringelnatz ist auch hier.
Ringelnatz im Hiddenseer, Stralsund
Außer uns hier ebenso baumeln zu lassen, wie er das auf Hiddensee konnte, bleibt uns heute nichts mehr zu tun. Maria bekommt ihr Bauernomlett und ich Bratkartoffeln mit Matjes, der einem auf der Zunge zergeht. Himmlisch.

Zeit, die Betten im „Klabautermann“ zu testen. Das Wetter morgen soll schiete werden, ganz besonders, wenn man übern Sund schwimmen will. Wind und Regenschauer. *brr* Aber Maria ist selbst schuld, sie wollte ja erst dieses Jahr ihr erstes Sundschwimmen haben und hat dem Wetter die Chance gegeben, dafür traditionell schlecht zu werden.

Bevor ich die Äuglein endgültig für heute schließen darf, weckt mich ein spitzer Schrei! Wir sind zu dritt!!
Spinne
Der ungebetene Gast ist schnell rausgeworfen.
(swg, Maria)

Das ging ja flott: 4h von Dresden bis Stralsund. Wieder. Sundschwimmen. Wie die letzten Jahre auch. Naja nicht ganz: Diesmal schwimmt auch Maria mit. Traditioneller Weise ist ja beim ersten Sundschwimmen ordentliches Mistwetter. Bisher hat das jeden getroffen, den ich kenne. Sie also nun auch.

Untergekommen sind wie dieses Mal im „Klabautermann“, direkt im alten Stralsunder Hafen. Es ist inzwischen das einzige günstige Hotel da. Meerblick haben wir zwar nicht – Parkhaus um genau zu sein – aber wir sind ja nicht zum Drinnesitzen hier.

Moment, Telefon „Hm …. ja … bring mit … Ihr fahrt jetzt los?!“ Blick auf die Uhr: 21:26, „Hm, aja sportlich. Ja, na dann macht mal … Tschö“ Das war Marco. Und Torsten. Noch in Dresden.

Was wollt ich? Genau! Wir schaffen es gerade noch Brüderchens Tasse beim Töpfer abzugeben, zwecks Duplizierung. Hat’n Sprung. Die Tasse!

Dann bummeln wir noch ein wenig. Vor 19:00 Uhr wirkt die Innenstadt richtig belebt. Ich hab es noch nie in die Nicolai-Kirche geschafft und heute ist sie noch offen. 2-€ pP.

Innen empfängt uns die typische Kirchenkühle. Zwei Musiker proben hinterm Hochaltar,
Nikolaikirche Stralsund
ein Kontrabass & ein Sax.
Nikolaikirche Stralsund
Man weiß nicht, wohin man erst gucken soll. Altäre an allen Ecken, aufwendige Wandmalereien, viele davon werden gerade restauriert.
Nikolaikirche StralsundNikolaikirche Stralsund
Hinten in der Kirche findet sich eine grandiose Astronomische Uhr, geschaffen von Nikolaus Lilienfeld.
Astronomsiche Uhr, Nikolaikirche Stralsund
Leider läuft das Werk nicht.

Naja, der Hunger meldet sich, schauen wir mal nach was zu beißen.
(swg, Maria)

Beim bummeln durch die Innenstadt wird einem in Dresden nicht nur der letzte Scheiß verkauft, sondern auch der letzte Schiss gezeigt. Nach Dresdens Kloppstange, dem Schiefen Baustrahler und dem Blauen Klecks gibt es eine neue Attraktion: Ein Klo-Kino. Am Dr.-Külz-Ring flaniert man an einer Betoneinfassung im Boden vorbei. Geht die Treppe runter zur U-Bahn?Klokino in DresdenNein, unten steht man vor einer Scheibe und kann einen Blick auf die Kanalisation werfen, das wohl am wenigsten beachtete Bauwerk einer jeden Stadt. Richtig heißt die Installation von Franka Hörnschemeyer wohl „Trichter“.Klokino in DresdenDa kann man seinen letzten Schiss bewundern. Oder den anderer Leute.

Ist Kunst. Warum es umstritten ist, ist ja noch nachzuvollziehen. Aber keinen Sinn drin zu sehen und es deswegen abzulehnen, ist widersinnig: Es ist Kunst! Beim Bilder malen hat auch keiner nach dem Sinn gefragt.

Wenigstens ein Schild hätte man aber dranhängen können, die meisten Touries laufen jedenfalls einfach vorbei. Der Blick von Außen auf die Diskussion um das Kunstwerk macht übrigens gruseln, denn leider muss ich Hubertus Butin zustimmen. Dresden ist halt ein Provinznest, besonders im Denken.

(Maria, swg)

Ein Sonntag morgen, Sonne nicht so viel, aber auch kein Regen: Zoowetter! Und so stürmen wir los, mit Franks ortskundiger Führung finden wir den Zoo in Leipzig schnell. Parkhausplatz, hurra – keine Kassenschlange und wir sind drin.Flamingos, Zoo LeipzigWir machen schon mal den nächsten Schritt und gehen ins Aquarium.

Oben im runden Haifischbecken ist die Luft zum Schneiden, dazu lärmen zehn Kinder wie hundert.Haifischbecken, Zoo LeipzigUnser Glück die kommentierte Fütterung zu beobachten, schießen wir in den Wind – man versteht eh kein Wort aus den Lautsprechern.

Unten gibt es auch viel zu sehen, nur fotografieren lässt sich das schlecht, die Fische sind zu schnell, bzw die Blende geht nicht weit genug auf.
Annemone, Zoo LeipzigZoo LeipzigZoo LeipzigUnd jetzt kommen die Kinder von oben. Schnell weiter zu den Reptilien.

Oh guckt mal! da unten liegt Max im Wasser!Zoo LeipzigDie Schildis gucken demonstrativ weg.Zoo LeipzigÜberhaupt sind die Reptilienhäuser immer das beste am Zoo (und die Pano-Funktion der Sony-Cam ^^).Zoo Leipzigaber jetzt schleift mich Maria hier raus.

Zu den ElefantenZoo LeipzigZoo LeipzigTigernZoo LeipzigUnd weiter ins Pongoland. Das ist wirklich beeindruckend, wie groß die Freifläche ist. Drinnen ist es nicht weniger gigantisch.Zoo LeipzigZoo LeipzigNach einem kurzen Mittagessen setzen wir unseren Rundgang fort und stolpern in die Katta-Fütterung.
Zoo LeipzigAls wir bei den Giraffen stehenZoo Leipzigkommt eine Durchsage, das eine kommentierte Fütterung bei den Löwen und den Erdmännchen stattfindet. Bei den Löwen sind zu viele Leute, wir gucken mal, ob wir einen Platz bei den Erdmännchen finden.

Gute Entscheidung: Die Erdmännchen sind einfach – und dafür gibt’s kein besseres Wort – putzig.Zoo LeipzigZoo LeipzigLangsam sind wir fertig. Den Rest des Rundganges trödeln wir durch, Leoparden, Przewalski-Pferde.

Für einen einzigen Besuch ist der Zoo Leipzig einfach zu groß. Aber man kann ja wieder kommen, um dann auch Gondwanaland zu besichtigen zum Beispiel.

(swg, Maria)

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