In den Ministerien Sachsens weiß man angeblich, dass die Schulen „knapp“ ausgestattet sind. Ich würde es ja unzureichend nennen. Wenn Deine Tochter die Klassenstufe 7 besucht, aber irgendwie doch zu Hause hockt und das euphemistisch ‚Homeschooling‘ genannt wird: Hättest Du da nicht auch Fragen?
Das Schulkonzept (welches ein Experiment ist und Forschungsprojekt war, bis man keine Anschlussfinanzierung für den Forschungsteil finden ‚konnte‘) ist explizit darauf ausgelegt, dass die Kinder sich in Projektarbeit und Lernzeiten sehr selbständig organisieren. Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe gehen außerdem immer Freitags in ein Schülerpraktikum in irgendeinem Unternehmen – sind dann also regelmäßig schon nicht in der Schule, müssen da nicht bespaßt werden. Aber ganz offenbar fehlt selbst unter diesen Bedingungen sogar nur für die Aufsicht über die Schüler das Personal! Es ist nämlich Prüfungszeit!!, müsst ihr wissen, da werden die Lernbegleiter und Pädagogen bei den Prüfungen gebraucht. Wie machen das eigentlich die herkömmlich organisierten Regelschulen?!
Bildungsrealität 2026 in Sachsen. Ganz großen Dank an die Politik!
(swg)
PS: Aus dem Elternrat weiß ich inzwischen, dass man in der ministeriellen Mangelverwaltung mit 3 Stunden Ausfall pro Woche und Klasse im nächsten Schuljahr rechnet …