Archives for category: I like my bike

Wie schlecht soll das Wetter werden? Ja! Es ist schon einigermaßen furchtbar, was der Wetterbericht angekündigt hat: Wind und Regen; Regen durchgehend ab ca. 14:00 Uhr. Und so kommt es dann auch. Die KidicalMass Dresden 2026 findet im Dauerregen statt.

Vorher musste ich noch ein paar kleine Metallarbeiten für das Banner am Anhänger erledigen. Also verfügte ich mich den Vormittag lang in Vaters Werkstatt. Mit dem Anhänger im Schlepp zieht sich der Bannewitzer Berg ganz schön hin, zum ersten Mal nass heute. Ein paar Gewinde und einige Löcher bohren später sind die neuen „Demolatten“ einsatzbereit. Eigentlich kann ich froh sein, dass ich diesmal das Banner nicht mit dem Kindern zusammen auf Tapete gemalt habe. Das hätte nicht mal bis zur Demo gehalten. Nee, diesmal konnte ich auf das Corporate Design vom ADFC zugreifen und die Banner im aktuellen Style gestalten. Drucken lassen hab ich die bei wirmachendruck.de, das ging sehr flott. Danke.

Leider hat es Mika ausgerußt, bissel Temperatur hat er, eine ordentlich Rotznase dazu. Er ist vollständig durch und wir wollen ihn nicht mal im Chariot mitnehmen. Maria muss zu Hause bleiben, die Mädels und ich machen uns alleine auf den Weg. Der Regen hat pünktlich eingesetzt, aber das tut unsere guten Laune keinen Abbruch. Am Kulturpalast angekommen sind, wie befürchtet, nicht allzuviele Demonstranten da. Aber es ist ja auch noch eine knappe halbe Stunde Zeit bis zum Beginn des Korsos.
Als erstes werde ich aber von der Fotografin gestellt: den Anhänger ablichten! Na gerne doch. Bis zum Start des Korsos haben sich dann doch wenigstens knapp 200 Teilnehmer eingefunden. Mit Polizeibegleitung drehen wir unsere Runde durch die Stadt, inklusive Wiener Tunnel – und im Dauerregen. Es ist wirklich hässliches Wetter. Umso beeindruckender ist es, wie viele auch kleine Kinder auf Fahrrädern dabei sind.

Es war ein schönes Happening. Und nächstes Mal ist bestimmt auch Mika mit dabei. Diesmal muss er sich mit Aufklebern und Gummibärchen begnügen, die ihm seine Schwestern mitgebracht haben.

(swg)

Yay! Die Banner für den Fahrradanhänger sind da!Auf PVC gedruckte Demo-Banner für meinen Fahrradanhänger für die ADFC-KidicalMass DemoSonntag ist KidicalMass-Demo! Ab 15:00 Uhr treffen wir uns am Kulturpalast, 15:30 Uhr startet der Fahrradkorso (ca. 8 km) und 16:30 Uhr ist Abschlusskundgebung am Kulturpalast. Kommt alle, bringt die ganze Bagage mit! Es wird ein Riesenspaß!

(swg)

In der Hoffnung, das Mika inzwischen groß genug ist, hab‘ ich das rote Puky-12″-Laufrad aus dem Keller geholt. Luft hat gefehlt, das ist leicht behoben, und ein bisschen schmutzig ist es, aber darum kümmer‘ ich mich später. Eigentlich hatten wir das Ding verkauft, als Jannika Fahrrad fahren konnte. Aber es ist von selbst zu uns zurück gekehrt. Die Nachbarn sind neu eingezogen mit zwei Kindern; Deren Tochter fuhr ein rotes Puky. Beim näheren betrachten fielen mir Details von Reparaturen ins Auge; Reparaturen, wie ich sie gemacht hatte. Es war unser altes Laufrad! Wir haben es von den Nachbarn zurück bekommen, als ihre Tochter zu groß dafür wurde. Jetzt probieren wir, wie Mika es findet.

Der Junge ist schon wieder total überdreht und braucht noch Auslauf, muss nach draußen. Alina kommt mit. Vorm Haus gucken wir mal, wie Mika mit dem doch viel schwereren Ding zurecht kommt. Zu optimistisch hatte ich den Sattel ein paar Zentimeter hoch gestellt. Der muss aber doch ganz runter. Naja, und dann ist er los geflitzt. »Ob er damit wohl schneller ist?« hat Alina gefragt.zu spät auf den Auslöser gedrückt, Mika ist auf dem Laufrad schon vorbei geflitzt.Ich glaub schon; wirklich Schwierigkeiten hat Mika jedenfalls nicht. Enthusiastisch rast er in der Zufahrt immer wieder die Rampe runter; Auch wenn er teils ganz schön schlingert, auf die Nase fliegt er nicht. Das freie Brett findet er super, die Tasche ist nicht im Weg und er kann die Füße hoch stellen.Mika auf dem großen LaufradGehen wir mal eine Runde durch den Volkspark. Auch dort: Füße hoch und rollen lassen, auch über den Wiesenhang, egal, wie sehr es rüttelt und schüttelt … Die neu gebauten Häuser der WGS haben einen kleinen Spielplatz, den man vom Volkspark aus sehen kann. Mit halsbrecherischer Geschwindigkeit rast Mika die Wege runter, immer schön die Füße auf dem Brett. Die Illusion einer Trommelbremse am Puky hilft beim Anhalten gar nich. Mika benutzt sie eh nicht, weiß gar nicht, wofür der Hebel ist (der tut ja nix). Aber er kriegt’s Laufrad immer mit den Füßen zum stehen, weswegen ich mir auch keine Sorgen mach, dass er vorne auf die Straße geraten könnte.

Die Abendsonne wärmt kaum, es geht zum Glück kein Wind und man kann es aushalten, auf dem Spielplatz.leiner Spielplatz unterhalb des VolksparksIch hab nur irgendwie die falschen Schuhe an und ständig Kieselsteine in den Sandalen. Mit den Eimern an den Ketten schaufelt Mika fröhlich Kies aufs Klettergerüst und lässt ihn durch Rohre rieseln. Ein herumliegender Ball muss auch immer wieder runter. So viel Spaß.

Der Frühling ist noch nicht so richtig ausgebrochen, es grünt nur zaghaft. Wie jedes Jahr stehen dafür schon die Magnolien in voller Blütenpracht.blühende Magnolieweiß-rosa Blüten einer Magnolieweiß-rosa Blüten einer MagnolieIch hätte sehr gerne eine in den Hof bei uns gesetzt. Die Nörgel-Rentner halten mich davon ab; ich hab nicht mal Lust zu fragen. Gerade habe ich den Verwaltungsbeirat abgegeben; Es ist zu absurd, was man sich da anhören muss. »Macht dor eiern Drägg alleene.«

(swg)

Ist das nicht schön? Ein fröhliches Gesicht, denn das große Tochterkind fährt jetzt mit festem Licht am Fahrrad herum. Zu Weihnachten hatten wir Alina das Komplettpaket aus Nabendynamo und Lampen geschenkt. Leider bin ich mit der Montage etwas spät dran, denn so richtig dunkel ist es früh und abends nicht mehr. Trotzdem.

Gestern war es endlich so weit, sich mal dem Einspeichen des Shutter Precision ins Vorderrad zu widmen. An einer Werkbank geht das natürlich besser, als auf dem Boden des Fahrradkellers – also auf zu meinen Eltern. Außerdem könnte ich da meinen Zentrierständer einweihen, so der Plan. Andere Projekte sind ja auch noch in der Pipeline, an meinem Vorderrad ist ein gebrochener Speichennippel zu wechseln und der Reifenwechsel von Spikes auf Sommerbereifung könnte auch gleich vollzogen werden: Der Lastenanhänger wurde voll.

—
Mit Spikes und viel Wind macht das so überhaupt keinen Spaß, den Anhänger den Berg nach Bannewitz rauf zu zerren … Das ekelhaft regnerische Wetter der letzten Tage hat außerdem den Boden der Halde komplett durchweicht; Die Wege gleichen einer Schlammsuhle. Was will man machen? Rauf müssen wir, bei Opa gibt es einen Gartenschlauch, um den gröbsten Schlamm von den Fahrrädern runterzuspritzen. Bis ich meinen Kaffee fertig und das ‚Equipment‘ ausgepackt habe sind die Fahrräder dann auch wieder trocken (genug). Nach diesem Winter ist ein bisschen waschen sowieso nicht verkehrt.

Voller Vorfreude öffne ich auf der Werkbank den Rose-Karton, nur um ernüchtert festzustellen, das da mitnichten der Zentrierständer drin ist. ‚Leichter, als ich dachte‘ war mir beim einpacken durch den Sinn gegangen … hätte ich mal rein geguckt! Mit Mikas Geschenkekiste kann ich hier grad wenig anfangen -.- Dann muss das Einspeichen halt ohne gehen. Und das tut es auch. Alles in allem brauche ich nicht mal eine Stunde, um das Rad auszuspeichen und den neuen Nabendynamo einzuspeichen. Zeit gekostet hat dann anderes.

Erst hatte ich Bedenken, weil die alte Nabe im woom links und rechts unterschiedliche Durchmesser hat Aber Schlussendlich hätten die Speichen nicht mal zwei Millimeter Längenunterschied gehabt. Woom war hier auch pragmatisch: Gleiche Länge links wie rechts. Der Nabendynamo hat den gleichen Lochdurchmesser wie die große Seite der woom-Nabe, er passt also problemlos.

Die Nippel hab ich ringsum genau bis zum Gewindeende auf die Speiche gedreht, da war alles noch sehr weich. Zum Zentrieren hab ich das Rad dann einfach eingebaut. Und hier zeigt sich auch der Grund für die Unterschiedlichen Durchmesser links und rechts an der Nabe: Mit den größeren Durchmesser streifen die Speichen die Bremssattel-Konstruktion. Aber nur leicht. Ich fange erstmal zu spannen an; Ringsum die Nippel immer erst eine ganze, später eine halbe Umdrehung anziehen. Es schleift immer noch. Also beginne ich eine Extra-Runde Speichenanziehen nur auf der rechten Seite, in der Hoffnung, dass die leichte Asymmetrie den Winkel der Speichen links vergrößert. Es klappt, die Speichen gehen jetzt mit ganz knapper Luft am Bremssattel vorbei.

Der nächste Schreck kommt aber gleich darauf, als ich die Centerlock-Scheibe draufsetze und mit dem Ring festziehe. Es gab nur Ringe mit Magnet und genau der Magnet schlägt jetzt am Ausfallende der Gabel an; Die Ausfallenden sind extrem kurz am Gabelrohr angeschweißt. Ich feile den Magneten einfach runter, einen anderen Ring habe ich jetzt nicht. Muss ich besorgen, wenn es einen ohne Magnet bei meinem Händler zu kaufen gibt … Außerdem hab ich den Vielzahn für den Centerlock eh zu Hause liegen lassen. Nur mit Lappen und Rohrzange mag das für die Heimfahrt ok sein, aber richtig festziehen muss ich das definitiv noch.

Die Verkabelung ist schnell erledigt, kann aber auch noch ‚tuning‘ vertragen. Wenn die Kabel weitestgehend innen verlaufen, sind sie besser geschützt. Dafür braucht aber der Gepäckträger ein Löchli. Und wenn ich das Kabel vorn eventuell durch den Gabelschaft gefummelt bekomme, bin ich restlos zufrieden. Die Rückleuchte aus der Krabbelkiste meiner Fahrradteilesammlung passt natürlich nicht: Sie ist zu breit um zwischen die Gepäckträgerrohre zu passen … Achnaja, hab noch mehr da.

Alles in allem lief die Aktion ‚Festes Licht‘ so reibungslos, wie erhofft. Glückliches Tochterkind inklusive. Weit fortgeschritten ist die Zeit trotzdem und so lasse ich Winterbereifung und ausgerissenen Nippel an meinem Fahrrad für einen anderen Tag in näherer Zukunft.

(swg)