Archives for category: frickelig

Mein Rechner steht im Wohnzimmer und ist damit nicht allein mein persönliches Arbeitsgerät. Er ist Video- & Audio-Player, Messenger, Surfstation uvm. für uns. Ansich ist das kein Problem, was aber nervt ist beispielsweise die Umschalterei am Messenger: Wir haben beide Accounts für XMPP, ICQ und noch ein paar anderen. Pidgin kann das alles. Trotzdem ist es umständlich, jedesmal in die Kontenverwaltung zu seppeln und die jeweiligen Konten zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Einfach den Desktop zwischen Benutzern umzuschalten wär auch möglich, aber nicht minder unkomfortabel, will der andere an sein Zeug.

Je eine separate Instanz Pidgin im Benutzerkontext wär super, mit einem Klick wär das entsprechende Pidgin an oder aus. Die Werkzeuge dafür heißen sudo und xhost.

Als erstes muss /etc/sudoers editiert werden. Der eingeloggte User muss das Ausführen von Pidgin im Kontext des anderen erlaubt bekommen.

swg localhost=(Maria)NOPASSWD:/usr/bin/pidgin

Heißt soviel wie: „Der Nutzer swg darf auf localhost im Kontext von Maria ohne das Passwort eingeben zu müssen das Programm /usr/bin/pidgin ausführen!“.

Eine zweite Hürde besteht jetzt darin, dass der eingeloggte Nutzer seine X-Session exklusiv nutzen darf. Das dient schlicht der Sicherheit. Wär‘ ja doof, wenn jeder von extern eingeloggte da rumkritzeln oder – schlimmer – mitlesen dürfte.

In meinem Fall heißt das, aus dem Kontext Maria muss auf meine X-Session zugegriffen werden dürfen. Die schlichteste Variante ist xhost:

xhost localhost:Maria

Heißt: Nutzer Maria darf vom localhost aus auf meine X-Session. Generell sollte man mit sowas vorsichtig sein, in dem Fall halte ich das aber für unproblematisch. Maria darf sich eh nur lokal anmelden und auch sonst vertrau ich ihr soweit, dass sie hier nix mutwillig zerbröselt ;)

Also: Mit xhost Maria den Zugriff auf mein X erlauben und dann Pidgin mit sudo in ihrem Kontext aufrufen. Die zwei Zeilen hab ich in ein Bash-Script gesteckt

#!/bin/bash
xhost local:Maria;
sudo -u Maria /usr/bin/pidgin;

und auf meinem Desktop verlinkt.MenüFertsch. Sowas geht natürlich auch mit anderen Programmen – Email, Browser, wasweißich. Viel Spaß.

(swg)

Es ist Platz in Alinas Kinderzimmer! Die Platte ist weg! Genauer gesagt, die Modellbahn-Anlage aus Kindertagen, die mein Bruder und ich besitzen besaßen. Spur N, analog, alles mit Licht. Schickes Teil eigentlich. So sah sie am Anfang aus.
SpurN-Anlage, rohZwei Bahnhöfe, ein Schattenbahnhof, zwei Kreise, eine Wendeschleife und – natürlich – ein Abstellgleis.
SpurN-Anlage, BahnhofSpurN-Anlage, BahnhofstraßeSpurN-Anlage, BergbahnhofSchafe! *baah … baaaaaaahh!*SpurN-Anlage, SchafeDas hier warn kleines Highlight:SpurN-Anlage, BaggerDen Bagger hat Vater aus Blech gelötet. Drunter ist ein kleiner Antrieb, damit fährt er hin und her und drehte sich auch dabei. Scharf.

Aber jetzt hat sie mindestens zehn Jahre im wahrsten Sinne des Wortes rumgehangen – unter der Decke des Kinderzimmers. Die Anlage nutzt hier auch so schnell keiner mehr und ich brauch den Platz: Alina braucht ihr Kinderzimmer.

Auf die Kleinanzeigen bei ebay, im Abfallkalender Dresden und diversen Modellbahnshops hat sich nur sporadisch mal jemand gemeldet. Immerhin einer wollte einen Besichtigungstermin. Im zweiten Anlauf hat’s auch geklappt. Die Anlage für gut befunden und Transport klar gemacht. Ich glaub, er war baff, dass ich das Teil selber vorbei bringen wollte.

Heute morgen sollte es dann passieren. Eigentlich pflege ich zu dieser Jahreszeit eher Gedanken wie „golden“ und „laubrascheln“ sowie „Kastanien“ und „Kürbissuppe“. Ein Blick aus dem Fenster brachte mich eher zu „arschkalt“, „Streusalz“ und „Glühwein“…hübsches Wetterhübsches Wetter

Henning ist mit seinem A6 trotzdem vorbei gekommen: Da passen die 200cm x 90cm tatsächlich locker rein! Kann ich mir bei meinem Dreier abschmatzen, da ist bei 170cm in der Tiefe absolut Schluss und zwischen die Dome passen gerade mal 83cm… Also die Platte im A6 versenkt, anschließend ist er zum neuen Besitzer geeiert (ratet mal, wer noch keine Winterreifen drauf hat). Ich bin im Twingo hinterher (der braucht auch neue Winterreifen – aber immerhin sind welche drauf *g*).

Drei Stunden hab ich dann mit Aufbauen und Reparaturlöten zugebracht. Licht geht komplett wieder, wenn man von den durchgebrannten Birnchen absieht, die Verkabelung ist wenigstens heile. Fahrstrom hat’s auch überall. Der neue Besitzer schien erstmal sehr glücklich. Beim Bezahlen hat er dann auch großzügig aufgerundet und ’ne Falsche Sekt beigestellt. Danke! Hoffentlich hält die Freude an. Und die Elektrik stand.

Eigenartiger Weise verspüre ich wenig Wehmut – vermutlich weil mir das Ding zu lange und zu sehr im Weg stand. Auch wenn es ’ne recht ausgefeilte Anlage war. Etwas rollendes Material haben wir zurückbehalten, waren doch ein paar zu schicke Stücke dabei. Vielleicht kann man mal ’ne Minianlage bauen, die an einer Wand unterkommt – am Besten hinter Glas.

Ach was solls. Jetzt muss ich Essen kochen. Sonst gibt’s Geschrei :)

(swg)

Ne ganze Weile hab‘ ich rumgesucht, welche Software sich wohl für Videoschnitt eignet. Hauptaugenmerk: Kost’nix, nonlinear, einfach. Außerdem sollte sie unter Linux und Windows laufen. Nach ein paar eher quälenden Versuchen mit Cinelerra (instabil und Exportprobleme) und einer kurzen Folter mit Blender hab ich Windows aus der Wunschliste geschmissen (Sorry Spatz). So hab ich was schönes für Linux gefunden: Openshot.Logo OpenShot Video Editor
Per Drag’n’drop füllt sich die Clipliste, dann kann man schon anfangen, alles in die Tracks runterzuzerren.Openshot

Blenden für Anfang und Ende eines Clips finden sich im Kontextmenü der Tracks, komplexere Übergänge oben hinter der Clipliste. Klasse!Openshot ÜbergängeTitel und Credits bastelt man einfach mit Inkscape – Text nicht vergessen in ein Objekt zu wandeln! – und zieht sie ebenfalls in die Clipliste. Oder erstellt sie einfach direkt von der Clipliste aus neu. Wenn man auf kompliziert animiertes 3D-gefutzel steht, sollte man Blender noch installiert haben, dann wird’s wahrscheinlich „woah“. Will ich aber nicht – ’nen Badevideo ist schon durch Alina „woah“ genug ;)

Videoexport ist auch easy: Eine lange Liste voreingestellter Formate mit Seitenverhältnissen, Bildwiederholrate und Auflösung vereinfachen das zu einigen wenigen Klicks. Codec wählen & fert’sch ist das neueste Kindervideo für die Oma ganz weit weg. Krass!

Danke an Jonathan Thomas, war mir ’ne kleine Spende wert.

Wunsch: Macht mal noch was fürs Audio-Pegeln rein, dass man Musik runterpegeln und drüberquatschen kann.

(swg)

PS: Das Kindervideo gibt’s natürlich nicht öffentlich, wo kommen wir denn da hin?! Ich lass Euch ja nicht mal zugucken, wenn ich in der Wanne bade!

…macht trotzdem niemand auf. Am 20. waren wir anderweitig beschäftigt.
Aber jetzt sind die Scharniere von Blum da.blum-Scharnier mit DämpfungDas Geniale an denen hier ist, dass die Dämpfer integriert sind. Auch sonst lassen sich die Teile herrlich einfach montieren und die Tür danach justieren. So gefällt mir das. Kaufen kann man die Scharniere und auch sonst viele geniale Beschläge bei Ligno.

Etwas bange war mir, dass ich alles zu knapp ausgelegt hab: viel Spalt bleibt der Tür nicht. Nach ein bisschen Drehen an den Scharnierschrauben passt die Tür aber und fällt mit einem gedämpften *klock* zu. Super.

Beim Wickelaufsatz hab ich weniger Glück: Ein halber Millimeter fehlt, er passt einfach nicht oben drauf. Vaters Keller ist einfach etwas feucht und das Holz entsprechend aufgequollen, so meine Hoffnung. Ein paar Tage bei mir zu Hause und der Aufsatz passt wieder.

Apropos nach Hause: Ich geh nochmal meinen Kombi ausmessen. Aber es bleibt dabei, die Kommode passt da niemals rein. Vater lässt sich erweichen und bringt sie mir mit’n Prius runter. Und sechs Stockwerke rauf ^^! Danke.WickelkommodeDie Deckleiste oben muss noch eingepasst werden. Aber irgendwie reizt es mich, da doch einen flachen Schieber drauß zu machen – für Kugelschreiber, Stifte und Zettel etc… Wird ja nicht ewig eine Wickelkommode bleiben.
(swg)

PHP Code Snippets Powered By : XYZScripts.com