Es ist eine kleine Runde, die wir eigentlich nur deswegen machen, weil wir die Stempel für die Wandernadel einsammeln wollen. Mit ca. 7 km ist sie nicht sonderlich lang. Das Highlight liegt mit der Ruine der Königsburg schon ganz am Anfang der Runde.
Wenn man nicht total auf Staumauern steht, könnte man es beim Stempel hier an der Burgruine belassen und den Hügel zurück zum Parkplatz wieder runterkraxeln. Wir nicht, die Kinder wollen so viele Stempel, wie möglich. Mika hat gestern offenbar ein bisschen zu viel gekriegt, dem tun jetzt die Beine/Knie weh und er mag gar nicht mehr auftreten, will in die Kraxe. Heute Morgen und vorhin im Luftfahrtmuseum hat er das schon angekündigt. Schon fürs letzte Rutschen von der Transall hinunter wollte er die Treppe raufgetragen werden.
Insofern ist es mir ganz recht, dass diese Runde topfeben und ein gekiester Fahrweg ist. Wirklich spektakulär sind die Ausblicke dazu nicht. Langsam staut sich die Bode zu einem immer breiter werdenden See auf; Ein paar Enten tummeln sich darauf.
Rechts und links bestaunt man die Verheerungen des Borkenkäfers; Kahle Hänge und nur zaghaft nachwachsende Bäume. Am interessantesten ist da noch der Holz aufladende Trecker, wenigstens für Mika.
Es zieht sich bis zu Staumauer, wie auch das laaangweilig-Gejammer der beiden älteren Kinder … Ich kann’s ein bisschen verstehen, aber gewollt haben sie das.
Kekse, Gummibärchen und Stempel gibt es an der Staumauer; Und ein paar Warumse von Mika zum Stausee und der Mauer. Dann geht’s auch schon weiter, zurück am anderen Ufer des Stausees; Hier ist der Fahrweg jetzt asphaltiert. Jannika zerstolpert ihren Wanderstock, was sie sehr, sehr unglücklich macht. »!!!« hat Alina gebrüllflüstert, Ich hab’s, vorauslaufend, nicht richtig Verstanden. »Ein! Luchs!!« Ein was?! Wirklich, da oben am Hang sitzt ein Luchs!
Und der bleibt da auch sitzen, macht gar keine Anstalten, sich da wegzubewegen. Aber behält uns sehr genau im Auge. Wir haben alle Zeit der Welt, ihn irgendwie auf die Speicherkarten zu bannen. Bei der inzwischen doch sehr fortgeschrittenen Dämmerung ist das gar nicht so einfach. Ich denke aber, er ist zu erkennen. Er schaut uns auch misstrauisch nach, ob wir denn wirklich gehen.
Mit vielem hötten wir gerechnet, aber mit einem Luchs nun nicht. Was man so hört, soll der ja eigentlich sehr scheu und quasi nie zu beobachten sein. Hat der hier jedenfalls noch nichts davon gehört. Mit Luchsen gerechnet haben wir erst morgen, wenn wir in Bad Harzburg zum Wildgehege und zur Luchsfütterung fahren.
Naja. Ob ich die selbst zu sehen bekomme, weiß ich noch nicht. Erst mal schauen, was das VW-Autohaus zum akuten DPF-Fehler vom Teilauto-Caddy sagt.
(swg)




