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In der Schublade liegt noch mein erster Miix 320. Der, dessen Touchscreen mir im Skiurlaub letztes Jahr gerissen war, das Display war noch völlig intakt. Der Touch konnte ersetzt werden, allerdings hat der dann nicht sauber funktioniert. Irgendwas war mir beim Aufkleben daneben gegangen, jedenfalls zappelte der Mauszeiger irgendwie über den Schirm und reagierte eher kaum auf Berührungen.

Jetzt ist mir Display und Touch fertig verklebt für knapp 70,- € begegnet. Alis Expresslieferung hat nur zwei anstatt der vier avisierten Wochen gedauert. Nachdem ich eine weitere Woche gezögert habe, bot sich nun endlich die Gelegenheit zum pfriemeln.Der ganze Kram muss von der Rückseite gezupft werden: Akku, Mainboard und leider auch die am oberen Displayrahmen verklebten Antennen. Ok, nur zwei, die für das Modem.Den Akku habe ich mit doppelseitigem Klebeband gesichert.So fertig, alles transplantiert. Sogar die Antennen konnte ich lösen und wieder aufkleben. Blöder Weise hat’s einen der u.fl-Antennenstecker zerbröselt – natürlich vom Modem – den vom WLAN hätte ich ja zwei Mal gehabt…Hm. Seht ihr das auch? Steht Kopf, oder? Das ist keine Fehleinstellung in meinem Xorg oder so. Nee, das ist auch schon beim Splash-Screen des BIOS so. Schlimm ist das jetzt nicht, mit ein paar Handgriffen kann ich das umkonfigurieren. Aber kurios find‘ ich das schon.

(swg)

Von den vielen nervigen Wehwehchen des Chevy, hat mir Marko einige behoben. Die Spurstangen sind jetzt spielfrei, so wie der Lenkhebel. Und blinken und bremsen wird nun endlich und wirklich TÜV-konform signalisiert.

Was schlechterdings noch aufgefallen ist: Die Radmuttern sind mürbe, an jeder Achse ist mindestens eine überdreht und nicht mehr festzuziehen. Eine davon hab ich mit heim genommen, um Ersatz zu beschaffen. Das Ausmessen gestaltete sich eher indifferent. Bei einem so ausgelutschten Gewinde ist der Kerndurchmesser kaum zu bestimmen. Am Bolzen in der Achse nachzumessen hab ich natürlich versucht. Allein, mit dem Messschieber war kein drankommen. Das Rad hätte runter gemusst, und dafür hatte ich keine Zeit.

Was immerhin klar ist: Ein US-import wird wohl sicher Zollgewinde haben. Radmuttern sind in UNF – dem zölligen Feingewinde – geschnitten und Kegelbund mit 60° ist gängig, nur der Durchmesser könnte 1/2″ oder 7/16″ sein. Zum Probieren hab ich mir im Zollshop jeweils eine Schraube bestellt, ’ne Gewindelehre gab’s noch dazu. Pech nur, das beide Gewinde 20 tpi – also 20 Gänge pro Zoll – aufweisen… Halb-Zoll war’s nicht, 7/16″ hat gewonnen.Halbzoll-Schraube passt nicht in die Radmutter, 7/16 schonKlappert zwar wie Sau, aber das 7/16″-Gewinde scheint zu passen.

Der gerade Schaft der Radmuttern ist nicht ganz so häufig. Verschiedene Internetshops haben sowas bei uns, aber nur mit metrischen Gewinden. Für Zölliges musste ich übern Teich gucken, da war’s dann plötzlich sehr einfach. Bestellt hab ich bei Speedway Motors, weil die mir das Verzollen selbst überlassen haben. Wenn andere das für mich übernahmen, durfte ich bisher immer selber und persönlich aufs Zollamt traben. Selber verzollen hat immer zur direkten Zustellung und einer einfach zu begleichenden Rechnung vom Zoll geführt. Versteh einer die Welt.

Samstag hat mir DHL ’nen Zettel in den Briefkasten geworfen, ich sei nicht da gewesen (aha…), Großbrief ist im Shop, Zoll und Auslagen soll ich noch entrichten. Ich hab ziemlich lange gebraucht, bis ich geschnallt hab, dass die Radmuttern da sind.neue Radmuttern für den ChevyAlles komplett. Hier könnt ihr nochmal das ausgenudelte neben dem neuen Gewinde begucken.Ausgenudelte neben neuer RadmutterAusgenudelte neben neuer RadmutterMit den neuen Radmuttern kann ich wieder guten Gewissens rumeiern – zum Beispiel, wenn die Sitzbank und der Sitz demnächst kommt. Hoffentlich bequemt sich die Spedition bald zu einem Termin.

(swg)

Der Schuhschrank hat seine Fortsetzung erfahren. Mit dem eHobel hab ich grob die äußeren Rundungen hergestellt und anschließen geschliffen. Weil ich noch keine Leimholz-Bretter besorgen konnte, hab ich ein vorhandenes Brett benutzt, um wenigstens die Garderobe zu fertigen.Garderobe aus FichtenholzGarderobe aus FichtenholzZusammenkleben muss ich’s noch, für heute reicht es aber.

Leider hab ich beim hobeln nicht aufgepasst und bin mit der Klinge in die Schraubzwinge gefahren: Beide Klingen sind hin, die muss ich neu bestellen. Künstlerpech.

(swg)

Staumöglichkeiten sind immer noch ein Thema in der Wohnung. Obwohl wir so ziemlich allen nicht direkt benötigten Kram versuche über ebay-Kleinanzeigen zu verklappen, reicht der Platz noch immer nicht für den alltäglichen Kram. Das Hauptproblem ist, das Flächen immer wieder herhalten Dinge „mal schnell“ hinzulegen. Und da liegen sie dann. Und langsam vermüllt die Ecke. Der Grund ist: Der Kleinkram hat keinen festen, eigenen Platz – und das ist die beste Voraussetzung für Unordnung.

Dem Mützenchaos sind wir Herr geworden, jetzt muss noch ein Platz für all den Kleinkram her, der unterwegs gebraucht wird und der vielleicht auch noch geladen werden muss. In erster Linie geht es um Fahrradlampen, Telefone/Tablets Kleingeld, Geocacher-Gedöns und was sich sonst noch so ins Hosen- wie Jackentaschen findet. All das sammelt sich derzeit auf dem Schrank vorm Sicherungskasten. Da der Schuhschrank da mit seinen Klappen nicht der praktischste ist und eh gerade auseinander fällt, kommt hier Ersatz hin.Unten finden Schuhe Platz, oben gibt’s den Lade- und Kleinkram-Schieber. Der Stil des Möbels bleibt der gleiche, wie beim Mützen- und Schuhschrank.

Als erstes gilt es wieder die Rundungen zu stemmen, ganz klassisch mit Klöpfel und Stechbeitel. Das Holz ist bloß Fichte und damit sehr weich. Da ich von den Rundungen aber insgesamt 1,5 m brauche, geht das trotzdem in die Arme. Die Herausforderung ist einzig, die Maserung zu beachten. Wenn sie aus dem zu stemmenden Bereich herausläuft, muss man das Eisen aus der anderen Richtung ansetzen. Andernfalls reißt einem das Holz dahin ein, wo es eigentlich stehen bleiben soll.

Statt anzuzeichnen habe ich mich diesmal für die Klebeschablonen-Variante entschieden. Mit Inkscape sind die schnell hingezaubert, zum kleben nehme ich einen einfachen Prittstift.Sollten die Schablonen doch abfallen (Spoiler: tun sie nicht) hab ich mit Bleistift den Rand nachgekritzelt. So sehe ich dann immernoch, was weggestemmt werden muss.

Ausstemmen und schleifen kosten mich knapp drei Stunden. Außen werde ich einfach den Elektrohobel ansetzen, das kommt aber das nächste mal dran. Jetzt will der Chevy erstmal wieder in seine 30 km entfernte Garage gebracht werden – und mit dem Fahrrad muss ich dann auch wieder zurück nach Hause.

(swg)

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