Archives for the month of: März, 2023

Wir können ja nicht den ganzen Tag drinnen hocken, da wird man ja blöd im Kopf. Also beschließen wir einen kleinen Ausflug, nichts allzu anstrengendes. Es ist eine gute Gelegenheit, nochmal den Chariot an Mika auszuprobieren. Ein Eis darf dabei auch herausspringen: Wir radeln zum Piccolino über den Fichteturm, der hat offen, sagt die Webseite.Mama bleibt unten bei Mika, die Kinder steigen mit mir auf den Turm (Der Eintritt ist mit 1,- € vernachlässigbar).Ein bisschen spiele ich „Kenne Deine Stadt“ mit den Kindern. Ein paar Sachen finden sie – und ich denke „dem lieben Gott seine Unterhosen“ werden sie so schnell auch nicht wieder vergessen.

Mama soll nicht zu lange Mika im Chariot herumschuggeln müssen; Vorm Haus ist er zur Abfahrt direkt eingenickt und hat bis hier tief und fest geschlafen. Voraussetzung dafür ist, dass er in Bewegung bleibt. Zeit also, wieder hinab zu steigen.Wir rollen runter zum Piccolino – die haben jetzt doch wieder recht zuverlässig auf. Außerdem mag ich, dass es immer mindestens eine außergewöhnliche Sorte gibt. Diesmal probiere ich Ziege-Feige: lecker. Maria hat Zitrone Basilikum versucht, ihr schmeckts, mir nicht so, da fand ich die Kombination Erdbeer-Basilikum besser.

Ein Eis später sind wir wieder vorm Haus.Mika hat 2½ Stunden durchgepennt. Ich denke, damit ist seine Unterwegs-Tauglichkeit bewiesen.

Ich muss Torten und Kuchen backen, für morgen. Jannika hat es geschafft, Alina zu überzeugen, doch noch mit ihr Spaß im Hof zu haben. Maria bleibt mit Mika auch unten, in der Kühle schläft er vielleicht noch ein bisschen.

(swg)

Heute Morgen war Mikas erster Test im Chariot. Solange man sich bewegt, schläft Mika zufrieden in seiner Hängematte. Unser Ziel war die Waschbox der Tankstelle, die Fahrräder mussten dringend vom Winterdreck befreit werden.Allein: ein richtiger Ausflug war das nicht, Maria treibt es nochmal raus.

Die Dresdner Frauenkirche hat es in die Nachrichten geschafft. Es gibt eine Kunstinstallation und Ausstellung namens „Gaia“ vom britischen Künstler Luke Jerram. Es geht um den Klimawandel und die Zerbrechlichkeit der Erde: Die Installation soll den Overview-Effekt erzeugen, wie ihn Astronauten oft beschreiben, wenn sie vom All aus auf die Erde blicken. Ein riesiges, sieben Meter durchmessendes Abbild der Erde erstellt aus NASA-Bildern, die drei Meter über dem Boden im Kirchenraum hängt soll dem Betrachter das gleiche Erlebnis verschaffen.

Am späten Nachmittag öffnet die Kirche und man kann die Kunstinstallation inklusive klanglicher Untermalung bestaunen. Um sechs sind wir am Neumarkt; Und was soll ich sagen: Die Schlange ist schon ziemliche beeindruckend.Ich bin eher für ’sein-lassen‘ und nach einen Stadtbummel heimkehren. Maria will sich erstmal anstellen und gucken, wie es so vorwärts geht. Die Wartezeit lässt sich außerdem mit einem Waffel-Eis füllen. Es geht schneller voran, als ich vermutet hatte und nach ca. 35 Minuten sind wir in der Kirche.Da hängt sie und dreht sich ganz langsam. Für die Länge der Schlange ist es hier drinnen erstaunlich leer. Wir gehen auch nochmal oben von den Emporen gucken.Ein großartiger Globus. Wie winzig Europa im Vergleich zur restlichen Welt ist! So deutlich ist mir das auf dem Globus zu Hause nicht geworden. Und wie wenig ich weiß, wie Länder auf anderen Kontinenten heißen und wo ungefähr ihre Grenzen verlaufen. Besonders betrifft das Afrika.

Diese Woche kann man noch staunen gehen: Tut es.

(swg)

Liebe Kolleg*innen, heute möchte ich mich gerne mit einem persönlichen Anliegen an Euch wenden. Kurz und knapp: ich bin Trans, genauer: eine Transfrau. …

So stand es vor ein paar Tagen im Slack-Channel der Firma. Niemand war nicht überrascht, oder rechnet irgendwer von Euch mit sowas? Zu so einem Coming-out entscheidet man sich sicher nicht aus einer Bierlaune heraus, sodass niemand an der Ernsthaftigkeit der Nachricht zweifelte. Es gab Zuspruch von vielen Seiten; Mir ist nicht mehr eingefallen, als einfach persönlich „Hallo“ zum zweiten ersten Tag zu sagen.

Ändert sich eigentlich etwas? Gut, der Vorname, der ist ein neuer und es wird eine Weile dauern, ehe mir der ohne nachzudenken über die Lippen geht. Aber sonst? Als was sich jemand fühlt, wozu zugehörig, spielt fürs alltägliche Arbeiten kaum eine Rolle, oder? Wenn ich so in mich rein gucke, glaube ich, dass für meinen Kosmos wichtiger ist, was ich von jemandem halte. Irgendwie bleibt doch alles beim Alten – für mich jedenfalls.

Trotzdem beschäftigt mich die Tatsache immer wieder. Nur komme ich nicht darüber hinaus, den Fakt erneut im Stillen zu deklamieren. Mir fällt dazu nichts weiter ein und ich fühle mich auf eine unbegreifliche Weise meinungslos dazu.

(swg)

Sorry, zu privat für die Öffentlichkeit. Vielleicht klappt’s nach dem Login?

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