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Eine der vielen Sachen, die wir in Angriff nehmen müssen, ist die Sanierung unseres Bades. Es fällt jetzt noch nicht direkt auseinander, die Spuren von über 25 Jahren sind aber unübersehbar. Für einen ersten Preishorizont hatten wir mal die Online-Konfiguratoren verschiedener, hier ansässiger Sanitärbetriebe durchgespielt. Mindestens 15.000,- € wurden uns veranschlagt. Es geht hier, wohl gemerkt, um ein WBS 70-Bad mit einer Grundfläche von 1,60 m x 2,15 m; Alle Fliesen neu, Toilette, Waschtisch und Dusche. Um die Elektrik und die Decke will ich mich selbst kümmern.

‚Na gut‘, haben wir gedacht und sind dann mal zur Hausbau-Messe in Dresden gegangen, in der Hoffnung, dort fündig zu werden. Vier Betriebe haben wir angetroffen, mehr als einen Termin fürs Maß nehmen gab’s aber nicht. Der erste Anbieter war nun schon da, hat gemessen und bald darauf ein Angebot abgeliefert: flockige 25.000,- € sind in Aussicht gestellt! Das Angebot war für mich undurchsichtig; Material und Leistung nicht getrennt ausgewiesen. Egal, kommt eh nicht in Frage. Vor allem nicht, weil gar nicht weiter über Ausstattung und Fliesenarten usw. geredet wurde, nur, was grob drin sein soll. Sieht für mich nach einem Abwehr-Angebot aus.

Unsere ganze Unternehmung zieht sich hin und ist bisher eher enttäuschend. Was uns schon mal ins Auge gesprungen ist: Hornbach bietet Sanierungen, also auch die Handwerkerleistung, auch an, wenn man deren Materialien nimmt. Schön sind die drei Kategorien, mit denen man im Vorfeld den Kostenrahmen begrenzen kann. Der Termin fürs Maß nehmen ist bald, der Beratungstermin wird folgen.

So ein bisschen entwickelt man ja auch eine Vorstellung und hat so Wünsche ans neue Bad. Eine Badewanne brauchen wir nicht mehr, eine Dusche passt besser. Im Hornbach-Sortiment hab ich einen grünen Waschtisch entdeckt, der mir ausnehmend gut gefällt. Grün soll auch bei Fliesen wiederzufinden sein. Und dann kam mir die fixe Idee, einfach mal einen Vorschlag von KI generieren zu lassen. Mit drei Fotos und ein paar Katalogbildern sollte da doch was zu machen sein!

Die meiste Zeit hat das aus- und wieder einräumen des Bades in Anspruch genommen. Je weniger Zeug im Photo rumliegt, desto weniger wird die KI wohl stolpern. Staub wischen auf den Schränken konnte ich auch gleich noch, der Doppelnutzen muss bei solchen Aktionen immer gegeben sein …

Bisher hab ich immer mal wieder ChatGPT ausprobiert und bisher waren die Antworten ganz gut. Bilder hab ich auch schon mal generieren lassen und war mit dem Ergebnis zufrieden. Deswegen nehme ich ChatGPT jetzt auch. Ehe es los gehen kann, muss ich noch einen Bezahl-Account anlegen, sonst kann ich nur ein Bild pro Anfrage hochladen. Aber dann:

Hi, ich möchte unser Bad renovieren. Das Bad hat eine Breite von 2,20 m und eine Tiefe von 1,60 m, es ist 2,46 m hoch. Das erste Bild (Bad1) ist ein Photo von der Tür aus geknippst.

Alle Fliesen sollen entfernt und durch neue ersetzt werden. Die Toilette soll mit dem Vorbau erhalten bleiben. Die Oberschränke über der Toilette können weg.

Das Waschbecken kommt neu, bleibt aber ungefähr an der Stelle des alten. Ich möchte es aber durch den Waschtisch Sento (63 cm breit) (Bild sento.webp) ersetzen. Darüber soll wieder eine Spiegel hängen.

Die Wanne wird durch eine Dusche ersetzt: Hier soll die Duschtasse die volle Tiefe des Bades von 1,60 m einnehmen und 80 cm breit sein. Eine feste Glaswand soll sie vom Waschbecken abtrennen.

Ich hatte mir vorgestellt, den Vorbau der Toilette mit den grünen Fliesen (grüne_Fliesen.jpg) zu fliesen. Die 12 Einzelfliesen auf dem Bild sind je 6 cm breit und 24 cm hoch.

Der Rest soll in einem hell-beigen Terracotta bis unter die Decke gefliest sein. Die schmale Wand der Dusche soll mit den grünen Fliesen der Toilette gefliest sein.

Kannst Du mir das bitte anhand der originalen Bilder in den drei Perspektiven visualisieren?

Photo von unserem alten BadPhoto von unserem alten BadPhoto von unserem alten BadGrüne Metro-FliesenWaschtisch 'Sento'

Die Bilder konnte ich erst hochladen, nachdem ich ein Plus-Abo abgeschlossen habe. Da aber der erste Monat kostenlos und das Abo immer kündbar ist, hab ich das einfach gemacht. Im ‚Free‘ kann immer nur ein Bild hochgeladen werden.

Mit dem Ergebnis bin ich relativ zufrieden, das linke Bild trifft meine Erwartungen recht gut.ChatGPTs Rendering vom BadMitte und rechts ‚vergessen‘ Details, wie die Toilette oder das Waschbecken. Aber für einen Eindruck, wie es wirken wird, finde ich das erstaunlich gut, für den doch nicht so detaillierten Prompt, den ich abgeliefert habe. Der Grüne Akzent fetzt und lässt sich vielleicht in der Dusche wiederholen, das Rentner-Beige will ich aber wahrscheinlich doch nicht. Na schau’n wir mal …

(swg)

Ist das nicht schön? Ein fröhliches Gesicht, denn das große Tochterkind fährt jetzt mit festem Licht am Fahrrad herum. Zu Weihnachten hatten wir Alina das Komplettpaket aus Nabendynamo und Lampen geschenkt. Leider bin ich mit der Montage etwas spät dran, denn so richtig dunkel ist es früh und abends nicht mehr. Trotzdem.

Gestern war es endlich so weit, sich mal dem Einspeichen des Shutter Precision ins Vorderrad zu widmen. An einer Werkbank geht das natürlich besser, als auf dem Boden des Fahrradkellers – also auf zu meinen Eltern. Außerdem könnte ich da meinen Zentrierständer einweihen, so der Plan. Andere Projekte sind ja auch noch in der Pipeline, an meinem Vorderrad ist ein gebrochener Speichennippel zu wechseln und der Reifenwechsel von Spikes auf Sommerbereifung könnte auch gleich vollzogen werden: Der Lastenanhänger wurde voll.


Mit Spikes und viel Wind macht das so überhaupt keinen Spaß, den Anhänger den Berg nach Bannewitz rauf zu zerren … Das ekelhaft regnerische Wetter der letzten Tage hat außerdem den Boden der Halde komplett durchweicht; Die Wege gleichen einer Schlammsuhle. Was will man machen? Rauf müssen wir, bei Opa gibt es einen Gartenschlauch, um den gröbsten Schlamm von den Fahrrädern runterzuspritzen. Bis ich meinen Kaffee fertig und das ‚Equipment‘ ausgepackt habe sind die Fahrräder dann auch wieder trocken (genug). Nach diesem Winter ist ein bisschen waschen sowieso nicht verkehrt.

Voller Vorfreude öffne ich auf der Werkbank den Rose-Karton, nur um ernüchtert festzustellen, das da mitnichten der Zentrierständer drin ist. ‚Leichter, als ich dachte‘ war mir beim einpacken durch den Sinn gegangen … hätte ich mal rein geguckt! Mit Mikas Geschenkekiste kann ich hier grad wenig anfangen -.- Dann muss das Einspeichen halt ohne gehen. Und das tut es auch. Alles in allem brauche ich nicht mal eine Stunde, um das Rad auszuspeichen und den neuen Nabendynamo einzuspeichen. Zeit gekostet hat dann anderes.

Erst hatte ich Bedenken, weil die alte Nabe im woom links und rechts unterschiedliche Durchmesser hat Aber Schlussendlich hätten die Speichen nicht mal zwei Millimeter Längenunterschied gehabt. Woom war hier auch pragmatisch: Gleiche Länge links wie rechts. Der Nabendynamo hat den gleichen Lochdurchmesser wie die große Seite der woom-Nabe, er passt also problemlos.

Die Nippel hab ich ringsum genau bis zum Gewindeende auf die Speiche gedreht, da war alles noch sehr weich. Zum Zentrieren hab ich das Rad dann einfach eingebaut. Und hier zeigt sich auch der Grund für die Unterschiedlichen Durchmesser links und rechts an der Nabe: Mit den größeren Durchmesser streifen die Speichen die Bremssattel-Konstruktion. Aber nur leicht. Ich fange erstmal zu spannen an; Ringsum die Nippel immer erst eine ganze, später eine halbe Umdrehung anziehen. Es schleift immer noch. Also beginne ich eine Extra-Runde Speichenanziehen nur auf der rechten Seite, in der Hoffnung, dass die leichte Asymmetrie den Winkel der Speichen links vergrößert. Es klappt, die Speichen gehen jetzt mit ganz knapper Luft am Bremssattel vorbei.

Der nächste Schreck kommt aber gleich darauf, als ich die Centerlock-Scheibe draufsetze und mit dem Ring festziehe. Es gab nur Ringe mit Magnet und genau der Magnet schlägt jetzt am Ausfallende der Gabel an; Die Ausfallenden sind extrem kurz am Gabelrohr angeschweißt. Ich feile den Magneten einfach runter, einen anderen Ring habe ich jetzt nicht. Muss ich besorgen, wenn es einen ohne Magnet bei meinem Händler zu kaufen gibt … Außerdem hab ich den Vielzahn für den Centerlock eh zu Hause liegen lassen. Nur mit Lappen und Rohrzange mag das für die Heimfahrt ok sein, aber richtig festziehen muss ich das definitiv noch.

Die Verkabelung ist schnell erledigt, kann aber auch noch ‚tuning‘ vertragen. Wenn die Kabel weitestgehend innen verlaufen, sind sie besser geschützt. Dafür braucht aber der Gepäckträger ein Löchli. Und wenn ich das Kabel vorn eventuell durch den Gabelschaft gefummelt bekomme, bin ich restlos zufrieden. Die Rückleuchte aus der Krabbelkiste meiner Fahrradteilesammlung passt natürlich nicht: Sie ist zu breit um zwischen die Gepäckträgerrohre zu passen … Achnaja, hab noch mehr da.

Alles in allem lief die Aktion ‚Festes Licht‘ so reibungslos, wie erhofft. Glückliches Tochterkind inklusive. Weit fortgeschritten ist die Zeit trotzdem und so lasse ich Winterbereifung und ausgerissenen Nippel an meinem Fahrrad für einen anderen Tag in näherer Zukunft.

(swg)

Ganz klammheimlich hab ich das von mir umgerüstete Bernds wieder außer Betrieb gesetzt. Maria ist inzwischen mit meinem Strida unterwegs gewesen; Es gefällt ihr mittlerweile besser und an die ungewöhnliche Sitzposition hat sie sich gewöhnt. Der Grund für den Wechsel war recht banal: Der von mir beschaffte PU-Zahnriemen hat am Bernds nicht sehr lang durchgehalten. Zwar war der Zugstrang aus Aramid, der Riemen selbst ist aber Meterware gewesen, also mit den Enden verschweißt. An der Stelle ist der Riemen trotzdem nicht so stabil; dort reißt er dann gern.gerissener Zahnriemen

Damals, als ich das Projekt angefangen hatte, waren Zahnriemen eher schlecht verfügbar. Privat ging’s gar nicht, ich musste den Riemen über meinen alten Arbeitgeber bestellen. Inzwischen ist die Situation deutliche besser, man bekommt auch als Privatkunde Sonderanfertigungen als Einzelstück von allen möglichen Riemen. Vor allem kriegt man jetzt auch Gummi-Zahnriemen in individueller Breite vom Wickel geschnitten. Der Riemen ist also endlos und hat keine Schweißstelle, an der er wieder reißen könnte. Außerdem ist zahnseitig eine Gewebeauflage drauf, so wie es die Originalriemen von Strida und Bernds haben. Bestellt habe ich gleich zwei verschiedene Riemen bei keilriemen24.eu; Mein Kontakt war echt nett und hilfsbereit. Die 14 mm gab es zwar nicht im Shop, aber per Email war auch das möglich.

Heute Nachmittag war es endgültig nötig, das Bernds wieder fit zu machen. Der Frost ist da und wenn es glatt wird, hat man besser Spikes auf dem Fahrrad. Auf dem Strida gibt es keine für 18″; Naja und ohne Riemen geht es am Bernds erst gar nicht vorwärts. Inzwischen bin ich mit der Montage so geübt, dass das in einer halben Stunde erledigt war.Bernds mit neuem GummiriemenBernds mit neuem GummiriemenEs fährt einfach grandios.

(swg)

Glück ist ja auch, wenn die IT zu Hause funktioniert. Im Prinzip hab ich die ganz gut im Griff, aber manches Mal ist halt doch Hand anzulegen. Da muss ich auch unbedingt dran bleiben, sonst wächst der technische Schuldenberg, bis er nicht mehr abzuarbeiten ist. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es fatal knallt. Und dann hat man richtig zu tun, meist, wenn man gar keine Zeit dafür übrig hat. Nicht zuletzt sorgt der Reiz des Neuen für Arbeit, der Verschleiß des Alten sowieso. Manchmal. Aber dafür hat man ja Backups.

Die Server tun sehr leise ihren Dienst, updaten sich weitestgehend selbst, und können ansonsten in der Familie einfach und ohne Reibungsverluste genutzt werden. Bei den Laptops liegt die Verantwortung in der Benutzerinnen Hände, aber mehr als sie hin und wieder an Updates erinnern, braucht es nichts. Arch-Linux selbst fordert sonst keine weitere Aufmerksamkeit. Das ist sehr schön.

Diese Woche hab‘ ich mich tatsächlich mal dazu aufgerafft, ein paar Dinge an der heimischen IT-Landschaft anzufassen. Für unsere Nextcloud hab ich das Backup mal per Script wegautomatisiert. Läuft auch wöchentlich und ziemlich zuverlässig: Es dauert aber jedes Mal länger. Das sollte eigentlich nicht der Fall sein, außer es sind sehr viele Bilder vom Urlaub drin gelandet. Die Zeit fürs Backup steigt aber nun schon seit drei Monaten kontinuierlich an, sagen die Logs. Stellt sich heraus, dass ich einen kleinen Fehler im selbst geklöppelten Backup-Script hatte! Die Backups sind inkrementell aber den Link aufs letzte Backup setzen funktionierte nicht; Der zeigte weiterhin auf irgendwas aus Mitte 2024. Die Differenz dazu wird natürlich immer größer … Das zu finden hat – inklusive Tests der Reparatur – zwei Abende gebraucht. Und ich hab mal alte Backups gelöscht; Mehr als ein Jahr alten Kram braucht man eher nicht mehr.

Weil gerade Ferien sind, spielen die Kinder wieder vermehrt an ihren Rechnern: Minecraft. Ich hatte mal die Idee, einen Minecraft-Server aufzusetzen. Wenn die beiden zu zweit Welten basteln können, macht es ihnen sicher viel mehr Spaß. PaperMC war relativ schnell auf dem Nextcloud-Raspi ausgerollt. Ein bisschen lesen, dass die Zugriffskontrolle funktioniert und die beiden wirklich allein in ihren Welten bleiben: Easy. Weitaus langwieriger war es, den Mehrspieler-Modus aktiviert zu kriegen: Microsoft ist in der Verwaltung von Konten und diensten eine einzige Multiwebsite-Hölle, ein zusammengeflickschusterter Kackhaufen, wie man es schlechter nicht machen kann. Sucht das mal! Mit Family-Safety und Altersbeschränkung hat das nämlich nur halb etwas zu tun! Nein, man muss im Elternkonto zur xbox-Verwaltung Navigieren und da in den Einstellungen „Sicherheit und Datenschutz“ klicken; Dann erreicht man die nächste Portalseite, auf der alle verwalteten Spielerkonten gelistet sind. Dort hat man Zugriff auf die Einstellungen, was ein Spieler Konto darf und was von ihm öffentlich zu sehen ist. Wie immer: Reife Leistung, Microsoft! Vom Kauf und Einrichten eines zweiten Minecraft für Jannika sollte ich gar nicht anfangen, aber es beginnt damit, dass die Kaufen-Links erst nicht funktionieren und dann meine bevorzugten Zahlungsoptionen nicht verfügbar sind. Es ist ein Elend mit den Redmondern.

Naja, die Kinder haben viel Spaß am Gerät und bauen wie die Verrückten Zeuch in „ihre“ Welt. Ganz stolz zeigen sie ihre Automatisierungen. Vielleicht krieg ich die Beiden so Richtung Programmierung? Ich muss mich jedenfalls auch da ums Backup kümmern. Oder was finden, dass sich darum kümmert. Alles in allem gefällt mir die Idee eines Gaming-Servers: Irgendwas GUI-mäßiges zur Verwaltung braucht es aber, damit die Kinder damit klar kommen. Pterodactyl wird es vermutlich werden. Dazu hätte ich gerne noch die KI-Unterstützung in der Nextcloud, um mal alle Fotos zu klassifizieren. Für all diese Wünsche reicht der RaspberryPi 4 definitiv nicht mehr aus. Die neue Hardware in Form eines N150 liegt schon bereit. Der Reiz des Neuen …

(swg)

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