Archives for category: alltäglich

Überall liest und sieht man derzeit „Hach guck!1!! Wie sich die Natur erholt, wenn der Mensch mal nicht kann wie er will! Corona hat doch was gutes!“. Nun, heute morgen liegt über Dresden eine Dunstglocke, wie sie mancher vielleicht noch aus DDR-Zeiten kennt. Smog über DresdenSmog über DresdenWenn wir früher von einem Besuch meiner Tante aus Döbeln zurück kamen, sah das exakt so aus. Nachdem man das Dresdner Tor passiert hatte und den Hang runter zur Abfahrt Altstadt fuhr, tauchte man hinein, in die braun-violette Heimat.

Hat sich heute im Lauf des Tages rausgestellt, dass in Heidenau ein paar Hallen abgebrannt sind und diese ‚hübsche‘ Erinnerung getriggert haben.

(swg)

Corona isoliert uns. Man bleibt ja zu Hause, wenn es die ewige Kanzlerin und ihr Chef-Virologe befehlen. Und damit man nicht irgendwann die Kinder vollnölt, muss man sich beschäftigen. Maria hat das Häkelzeug rausgekramt und jetzt haben die Kinder Frühlingsmützen.Irgendwas geht ja immer kaputt, deswegen wurde aus einer SchnapsEierliköridee noch was gehäkelt.Naja immerhin kann man jetzt aus Wut oder auch nur allgemeinem Genervtsein Corona richtig an die Wand klatschen.

(swg)

Inzwischen hat Corona in Dresden maximal gewirkt – nein, es sind nicht überdurchschnittlich viele erkrankt. Trotz aller Rufe nach Vernunft und sozialer Distanzierung wurde sich aber munter weiter in Parks und auf Elbwiesen, in Kaffees und Biergärten getroffen. Damit das Tal der Ahnungslosen nun nicht zur Notstandszone wird, ist seit heute 0:00 Uhr eine Ausgangssperre verhängt. Danke an alle D* dafür… Wobei die „Allgemeinverfügung“ längst nicht chinesisch strickt ist. Einkaufen, zur Arbeit gehen, sogar spazieren mit der Familie oder Sport: alles erlaubt.

Zu

Durch die seit letzter Woche geschlossenen Schulen & Kitas sind Alina und Jannika zu Hause. Maria ebenfalls. Mit zwei gesunden Kindern ist Home Office allerdings mehr als eine Herausforderung. Zumal die Große auch Aufgaben für die Schule zu erledigen hat und das nicht vollkommen selbständig geht. Ich nehm‘ noch jeden Tag das Fahrrad zum neuen Arbeitgeber. Viele dort teilen sich ebenfalls die Kinderbetreuung, es ist kaum die Hälfte der Belegschaft gleichzeitig da. Das Kontaktverbot einzuhalten stellt einen kaum vor Schwierigkeiten. Mal abgesehen von den deutlich leereren Straßen, merkt man wenig vom Virus. Die größte Härte sind eigentlich die geschlossenen Spielplätze.Man muss sich auf den Spaziergängen einfach was einfallen lassen, Kinder im großen Sandkasten-Lkw hinterherziehen, Roller fahren lassen, Ball mitnehmen, Frisbee, irgendwas.

Alle

Was mich fasziniert: Die Gier der Leute nach Toilettenpapier! Ich mein klar, Schulen zu, Home Office: Man ist einfach mehr zu Hause. Aber was zur Hölle glauben die Leute denn kacken zu müssen? Macht ihr Euch vor Angst ein? Oder liegt’s daran, dass jetzt mehr selbst gekocht wird? Vertragt ihr nicht, was ihr da zusammenmehrt? Bei den Franzosen sind es Rotwein und Kondome, die knapp werden. So fiebert halt jede Nation auf ihre eigene Weise der Apokalypse entgegen. Wirklich schlimm ist die Situation bei uns im Konsum noch nicht.noch gibt es Klopapier im KonsumDafür ist abgepacktes Brot der Renner. Toast hab ich die Woche nur gerade so ergattern können.Toast ist seit mehr als einer Woche alleEs ist ja nicht so, dass die Bäckereien nicht offen hätten… Baguette ist eigentlich sogar leckerer. Warum aber ist das Waschmittel jetzt knapp?!Hab ihr dieses Jahr noch nicht gewaschen? Was beim An-die-Wand-werfen nicht kleben blieb, habt ihr wieder angezogen, oder?

Wenigstens mit Nudeln haben wir keine Versorgungsprobleme, die gibt es hier eigentlich immer, das Regal ist nie leer. Und die Lücke im Kühlregal bei Naturjoghurt und frischer Milch kommt alle Nase lang mal vor, auch ohne Corona.

Fertig

Die Sache mit dem neuen Bus hat sich zu Steffens Unglück etwas länger hingezogen. Bremsleitung neu: Bremse hinten rechts mangelhaft. Belege und Nachsteller neu: Bremse hinten rechts mangelhaft. Letzer Versuch und Bremstrommel getauscht: Just am gestrigen Freitag wurde dem Chevy endlich der TÜV-Segen erteilt. Nächste Woche kommen die Papiere mit der Post und ich kann zur Zulassungsstelle… Nicht!Die Zulassungsstelle ist natürlich geschlossen, nur Zulassungsdienste dürfen weiter hinkommen. Doch selbst wenn ich jetzt einen Zulassungsdienst beauftragte: Darf ich überhaupt nach Lüneburg fahren? Mal sehen, erst mal die Papiere in der Hand halten.

(swg)

Ist das nicht schön, wenn der Wetterbericht stimmt?!Frühstück, Kram ins Auto, bezahlen und ab zur Rosenalmbahn. Wie zu erwarten, zieht das schöne Wetter jede Menge Leute an, es dauert bis wir in einer Gondel hoch fahren. So sind wir erst viertel elf oben, es ist aber nicht schwer, die Skischulgruppen zu finden. Alinas Gruppe ist wieder auf der blauen Piste, Jannika am Übungshang. Die Kinder strahlen mit der Sonne um die Wette.Zeit für uns selbst das Wetter zu genießen.Kaiserwetter, oder?Am Nachmittag kann Alina noch ihr Rennen absolvieren. Sie legt sich mächtig ins Zeug.Erste ist sie nicht geworden – es wird gruppenweise ausgezeichnet, mit Nationalhymne. Ein bisschen stolz ist sie auf ihre Medaille und Urkunde schon (beides bekommt jedes Kind).Danke Ben.

Nachdem der Kinder Skiausrüstung im Tal abgegeben und eine Restschuld im Hotel beglichen ist, geht es raus aus dem Zillertal. Inzwischen ist es um fünf – und uns stehen wenigstens sechs Stunden Fahrt bevor. Ein bisschen wehmütig sind unsere Blicke auf die Berggipfel schon.Am Irschenberg gibt es ein Abendbrot – was unsere Ankunft ‚dor heme‘ um eine weitere Stunde verzögern wird – dann wird weiter aufs Gas gelatscht. Mitternacht sind wir zu Hause und eine halbe Stunde später sind die Kinder und wir im Bett.

Schön wars. Nur darüber, dass ich morgen wieder arbeiten muss, hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Aber immerhin kümmert sich Maria ums Aufräumen und Auto Wegbringen. Sie hat noch frei.

(swg)

PHP Code Snippets Powered By : XYZScripts.com