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Die Waschmaschine des Camingplatzes tut ihren Job ordentlich, nur der Trockner ist ein Versager: Selbst das Reinigen der Siebe und des Wärmetauschers helfen wenig, und auch halbe Beladung lässt die Wäsche feucht. Wir nehmen die Wäscheleine. Die sehr freundliche Putzfrau hat Maria am Trockner verzweifeln sehen und ihr eine weitere Wäscheleine angeboten. Das Zigeunerlager da sind wir.Jannika beschäftigt sich.Alina auch.Um zwölf müssten wir vom Platz runter sein, aber so eng sehen die Schweden das nicht: halb eins. Die Fachkraft hinterm Tresen ist von der besonders Wortkargen Sorte. Man weiß nicht, wann er beschäftigt ist oder kommunikationsbereit… Egal, Schlüssel und Platzkarte sind abgegeben, wir sind raus.

Fast: Die Kinder gehen mit mir nochmal auf den wirklich sehr schönen Spielplatz,Maria darf die trockene Wäsche wegräumen. Der feuchte Rest baumelt sich während der fahrt im Womo trocken.

Wir wollen uns von der Ostsee verabschieden und kurven die Touristenroute entlang. Räfsön: dahin biegen wir ab.Es ist alles Schotterpiste. Und es ist eine schöne Schotterpiste!Schwung im dritten Gang, auf der Hälfte der zweite reicht dann bis rauf. Und am Ende der Straße steht ein Haus am See, Orangenbaumbl… stehen Ferienhäuser an einer Bucht.Ein Picknickplatz lädt uns ein. Da es aber zieht wie Hechtsuppe, bleiben wir nicht lang. Zum Abschiedswinken reicht es uns.Von jetzt an wenden wir uns ins Landesinnere. Der Wasserfall Tännforsen ist unser nächstes Ziel. Während viele Wasserfälle der Wasserkraft zum Opfer gefallen sind, ist er einer von Schwedens größten naturbelassenen.

(swg)

Fast so lang wie die Golden Gate Bridge von San Francisco ist Schwedens längste Hängebrücke: 1210 m Stützweite und 1867 m lang! Die Pfeiler ragen 182 m in den Himmel. Sie überspannt den Ångermanälven, bzw. seine Mündungsbucht in die Ostsee. Da fahren wir jetzt hin.

Bevor wir die Brücke befahren, biegen wir nochmal ab von der E4: einen Vorfreudeblick werfen. Auf der südlichen Buchtseite gibt es keinen richtigen Aussichtsplatz. Die Straße geht in Schotterpiste über, die auch sehr steil wird. Mit Schwung. Ich kriege gerade noch rechtzeitig den ersten Gang rein, bevor mir 3½ t Wohnmobil am Hang verrecken – Zwischenkuppeln mit Zwischengas sollte man beherrschen.

Sieht schon großartig aus.Also los.

Drüben angekommen sieht der Parkplatz mit Blick auf die Brücke sehr einladend aus. Hier können wir auch die Nacht verbringen.Abendbrot gibt es auf einem der Picknick-Plätze – natürlich mit Blick auf die Brücke.

Die Sonne neigt sich immer weiter dem Horizont zu.So eine Brücke ist einfach ein sehr dankbares Fotomotiv.Die Nacht kommt über uns.Und selbst vom Tisch im Womo aus, hab ich einen herrlichen Blick beim Schreiben.

148.035 km (2.154 km)

(swg)

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