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Holger hat heute morgen um 5 schon Brötchen besorgt, ist dann aber schon zu seinen Jobs aufgebrochen. Schade. Dreiviertel sechs beendet Jannika unsere Nacht, Maria ist mit ihr rein zur Oma. Eine Stunde später drängelt Maria mich dann aus der Koje und ich gehe mit Alina hinterher. Frische Brötchen und Marmelade warten auf uns.

Dreiviertel neun wird es Zeit unseren Kram zusammen zu sammeln. Noch einmal Oma winken, dann lenkt Maria unsere Zweitwohnung auf den Weg nach Rostock. Pause machen wir in Krakow am See. Wir sind schneller in Rostock als gedacht und schon halb zwei stehen wir am Fähr-Terminal.Hier brauchen wir kaum warten und werden fast direkt zum Verladen gebeten.Nur Alina verpennt das aufregende Ereignis, sie ist 20 min vor Rostock eingeschlafen…

Der Kinderbereich der Fähre ist gut besetzt und der Pegel entsprechend. Zwischendurch gibt eine dicke Frau die Piratin zur Kinderanimation. Ich verzieh mich mit Jannika aufs Oberdeck, das Kindchen braucht seinen Schönheitsschlaf.Dahinten hinter dem letzten Lkwda steht unser Wohnmobil – kann man aber nicht sehen.

Einem Teil der Eltern ist recht egal, was ihre Blagen treiben: Nach der Hälfte der Zeit sind sie außer Rand und Band. So wird es Zeit für uns, das Weite zu suchen. Wir ziehen lieber schnell in den anderen Teil der Cafeteria um. Mit Alina stromer ich etwas durchs Schiff bzw. gucken wir uns auf dem Oberdeck um.Gott sei Dank kommt endlich Trelleborg in Sicht.Gruppenbild muss noch sein.Wir dürfen alsbald runter vom Piratenschiff.Unser Ziel ist nur 10 min entfernt: Der Zeltplatz in Trelleborg “Dalabadets Camping” wird angesteuert. Einchecken, Womo parken, ab in die Kojen. Der Tag war fast zu viel.

145.881 km (6 km)

(swg)

… und hatten die Pest an Bord. Ok, so schlimm wars beileibe nicht, wir lagen ja nicht vor Madagaskar. Die Fähre „Florencia” ist ein sehr gebrauchter Ofen. In unserer Innenkabine war mehr Platz als gedacht, aber wir brauchten auch nur zwei der vier Schlafplätze. Von den Matratzen kann man bestenfalls behaupten, sie wären gemütliche Mulden. Was allerdings meine Tolernzgrenze überschreitet ist, wenn im Bad überall Haare vom Vormieter und Staub kleben. Als netten Willkommensgruß hatte der auch sein letztes Püh nicht runtergespült. Es trug zur eh schon aromatischen Luft in der Kabine bei.

Interessant ist auch der Geräuschpegel: Der ganze Eimer wummert und vibriert von der Maschine her. Untermalt wird das ganze von einem beständig laut rauschenden Frischluftgebläse.

Uns war nachts halb eins aber erst mal alles egal. Ab in die Koje und Augen zu. Fast. Alina ists jetzt zu viel, wir haben den Bogen überspannt. Nach einer halben Stunde herzzerreißenden Geschreis ist Sie aber einfach zu müde und der Sandmann kommt.
—-
Die Uhr sagt um sieben. Alina ist wach, wir stehen mit auf. Nachdem das Bad ordentlich unter Wasser gesetzt ist, gehen wir eine Nase Frischluft schnuppern. Bei der Gelegenheit werfen wir einen Blick aufs Tablet: Wir sind auf Höhe der Südspitze Sardiniens & 40 km/h schnell. Über der diesigen See erstrahlt am Horrizont die Sonne als gleißender Nebel, die See ist ruhig.Maria behauptet dauernd, der Kahn würde schwanken, ich muss mich drauf konzentrieren, um das überhaupt wahr zu nehmen.

Mit uns an Bord sind noch zwei deutsche Familien.Wir sind eine fröhliche Krabbelgruppe!

Mal abgesehen davon ist eine Fährüberfahrt recht ereignislos. Viel rumzustreunen gab es nicht, so groß ist die Florencia nicht. Da das Wetter aber toll und das Heli-Deck offen ist, kann man ja Panoramas machen.Und man kann in der Sonne mit den Kindern rumalbern.

Laaaaaaaaaaaaaaand in siiiiiiiiiiicht!!1! Die Schatzinsel!!1!Nee, ist Ustica. Dann dauert’s jedenfalls nicht mehr lange bis Palermo. Lustig ist, das die Italiener gerade anfangen, wie wild zu telefonieren. Das geht aber nur so lange, wie die Insel zu sehen ist. Also eher kurz. Das Schiff fährt einfach weiter.

Erstaunlich pünktlich sind wir vor Palermo, es ist 18:30 Uhr.Und da liegen wir dann erstmal rum. Die Sonne plumpst ins Meer.Bis zum Anlegen im Hafen dauert es noch bis 21:00 Uhrund nochmal bis fast um zehn, ehe wir von der Fähre runter und nach Avola losfahren können. Knapp 3 h Fahrt stehen uns noch bevor. Etwas wild geht es aus Palermo raus, dann ist die autostrada nächlich leer.

(Maria, swg)

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